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  Positive Fundamentaldaten sorgen für attraktive Renditen in Schwellenländern

Die Fundamentaldaten der Schwellenländer sind positiv und engagierte Experten können von attraktiven Kaufgelegenheiten profitieren, so Thomas Rutz, Fondsmanager für Schwellenländer bei MainFirst.

Die Fundamentaldaten der Schwellenländer sind heute wesentlich robuster als in der Vergangenheit. Obwohl Unsicherheiten im Zusammenhang mit Handelszöllen, der Stärkung des US-Dollar und den Twitter-Tiraden von Donald Trump jüngst für Marktkorrekturen sorgten, sind die Schwellenländer gegenüber solchen Faktoren deutlich weniger anfällig als während der Phase des „Taper Tantrum“. 

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  Was haben eine Waage und der MainFirst Global Dividend Stars gemeinsam?

Die optimale Balance für attraktive Ergebnisse.

Um attraktive Ergebnisse für Anleger zu erzielen, nutzt der MainFirst Global Dividend Stars einerseits die Barbell-Strategie für ein ausgewogenes Portfolio und setzt andererseits auf hohe Qualität und Nachhaltigkeit bei den Dividendenrenditen. Der Fonds investiert benchmarkfrei und global in Unternehmen, die durch einen eingehenden Analyseprozess ausgewählt werden. Dies hat ihn zum Ende des Jahres 2017 zum besten Fonds seiner Kategorie gemacht (Platz 1 bei Morningstar von 489 Fonds der Kategorie Aktien weltweit dividendenorientiert nach EUR denominiert. Stand 31.12.2017). 

Die Barbell-Strategie für einen ausgewogenen Investmentansatz 
Zentraler Ansatz für den Dividendenfonds ist die Barbell-Strategie, bei der etablierte Large Caps auf der einen Seite mit Small und Mid Caps (derzeit mit 46 Prozent) auf der anderen Seite so zusammen gemischt werden, so dass insgesamt ein balanciertes, attraktives Rendite-Risiko-Ergebnis für Anleger erzielt werden kann.
Die beiden Arten von Investitionen, die sich im MainFirst Global Dividend Stars die Waage halten, sind auf der einen Seite defensive, solide, relativ zyklusunabhängige Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung wie Konsumgüterhersteller und Versicherungsunternehmen, die Stabilität in das Portfolio bringen. Auf der anderen Seite stehen kleinere Unternehmen, die hohe Ertrags- und Dividendenchancen bieten. Letztere sind häufig familiengeführte internationale Nischenmarktführer (INMF), die sich auszeichnen durch ihre führende Marktposition, ihr hohes Wachstumspotenzial und ihre starken Bilanzen und Profitabilität sowie hohe Managementqualität.

Dividenden 2.0 für kontinuierliche, attraktive Renditen 
Gleichzeitig geht es bei Auswahl der Aktien um eine hochwertige Qualität der Dividenden, damit die Renditen möglichst attraktiv und nachhaltig sind. Diese finden sich vor allem da, wo auf robuste Geschäftsmodelle gesetzt wird. Im Auswahlprozess, der über verschiedene Regionen und Sektoren durchgeführt wird, werden Unternehmen detailliert bottom-up analysiert. Dabei stehen auch hier neben der Qualität der Dividenden Kriterien wie die Bilanzstärke, sturkturelle Profitabilität, Substanz und das Wachstumspotenzial im Vordergrund.

Starke Unternehmen für gute Performance 
Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, sind auf der defensiven Seite Werte wie Tiffany oder Occidental und auf der INMF-Seite Sixt, Sika und Washtec.
Tiffany ist als amerikanischer Juwelier weltbekannt. Das Unternehmen besteht seit nun gut 180 Jahren und hat in dieser Zeit immer wieder erfolgreich mit innovativen Ideen von sich reden gemacht, Herausforderungen erfolgreich gemeistert und ist beständig weiter gewachsen. Seit der Einsetzung Alessandro Bogliolos als CEO im Oktober 2017 sind die Absatzzahlen stark gestiegen. Im ersten Quartal 2018 konnten die Nettoverkäufe einen Anstieg von 15 Prozent verbuchen, was nicht zuletzt auf den Erfolg in China und Japan zurückzuführen ist. Insgesamt stiegen die Quartalsgewinne um 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei sich auch die Steuerreform von Präsident Trump hier positiv ausgewirkt hat.
Ein Beispiel für einen internationalen Nischenmarktführer ist das Unternehmen Sixt. Die Mobilitätsfirma macht seit Jahren immer wieder Schlagzeilen zu hohem Wachstum. Im Jahr 2017 betrug der Konzernüberschuss 204 Mio. Euro, was einem Wachstum von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ein weiterer internationaler Nischenmarktführer ist das Unternehmen Washtec, welches Komplett- und Servicelösungen im Bereich Fahrzeugwäsche anbietet. Das Unternehmen konnte im Jahr 2017 ein Umsatzwachstum von 14 Prozent verbuchen. Auch ein gutes Beispiel für einen INMF ist Sika mit Hauptsitz in der Schweiz, welches weltweit tätig ist und sich auf die Herstellung verschiedener chemischer Produkte zum industriellen Kleben, Dichten und Verstärken spezialisiert hat. Im Jahr 2017 ist das Unternehmen um 9 Prozent gewachsen, wobei das Konzernergebnis um über 14 Prozent gesteigert werden konnte. Besonders im Zentrum steht bei Sika die Weiterentwicklung durch Forschung, um ein jährliches Wachstum von 6 bis 8 Prozent bis 2020 zu erzielen.

Attraktive Ergebnisse
Mit dieser Strategie konnten die Fondsmanager Thomas Meier und Christos Sitounsis im MainFirst Global Dividend Stars seit seiner Auflage vor fast 3 Jahren eine kumulierte Wertentwicklung von 21,8 Prozent verbuchen. Dies entspricht einer Outperformance der Benchmark MSCI World High Dividend Yield Net Return EUR von 7,5 Prozent (Stand: 31.05.2018, ISIN LU1238901596). Die zweimal jährlich stattfindenden Dividendenausschüttungen betrugen seit Auflage durchschnittlich 3,5 Prozent.

  Mit nachhaltigen Trends attraktive Renditen erzielen

Anleger stehen immer wieder vor großen Herausforderungen. Angesichts der stetig niedrigen Zinsen und der Wahrscheinlichkeit, dass diese in den nächsten Jahren auch nicht wieder auf frühere Niveaus zurückgehen werden, suchen Anleger nach Alternativen. Eine gute Möglichkeit sind hier Multi-Asset-Fonds mit fundierter Investmentstrategie. Der MainFirst Absolute Return Multi Asset, geleitet von Adrian Daniel, setzt auf eine nachhaltige Investmentstrategie, die zum Ziel hat, eine Rendite von mindestens 5 Prozent bei angemessener Volatilität zu erzielen. Dies ist seit Auflage (30.04.2013) mit einer annualisierten Wertentwicklung von 5,68 Prozent bei einer durchschnittlichen Volatilität von 5,1 Prozent auch gelungen (Stand 29.03.2018, Anteilsklasse C, ISIN LU0864714935).    

Der Investmentansatz von Adrian Daniel und seinem Team setzt vor allem auf langfristige, strukturelle Trends wie Digitalisierung und Automatisierung. Diese bringen einerseits ein hohes Wachstumspotential mit sich und andererseits sind solche strukturellen Entwicklungen deutlich aussagekräftiger als makroökonomische Zyklen. Denn je mehr sich die genannten Technologien weiterentwickeln, desto stärker nehmen sie wiederum Einfluss auf übliche makroökonomische Daten, die von den Kapitalmärkten für ihre Anlagestrategie bewertet werden. So kann das Team anhand detaillierter Analysen besonders früh in neue Entwicklungen einsteigen und besonders attraktive Renditen mitnehmen.

Die Digitalisierung hat in vielen Geschäftsbereichen große Veränderungen bewirkt. Amazon hat ein großes E-Commerce-Imperium aufgebaut und damit den etablierten Einzelhandel nachhaltig verändert. Google und Facebook haben durch ihre digitalen Online-Plattformen zur Vernetzung von Menschen und Nachrichten Informationsstrukturen verändert. Das hat auch zu großen Änderungen auf den Kapitalmärkten geführt, so dass viele digitale Unternehmen (wie Apple oder Alphabet) heute die höchste Marktkapitalisierung aufweisen.

Ähnlich durchbricht die fortschreitende Automatisierung verschiedene Ebenen. Hierzu gehört das Gefüge des Lohn-Preis-Niveaus. Während gering qualifizierte Arbeitskräfte eher weniger verdienen, steigen die Löhne qualifizierter Arbeitskräfte. Gleichzeitig generieren Unternehmen mit Hilfe der Automatisierung höhere Einnahmen. Die höhere Produktivität bei niedrigeren Kosten ermöglicht es, mehr Gewinn zu erwirtschaften oder neue Geschäftsbereiche aufzubauen. Nachhaltige Wertsteigerung findet sehr stark in innovativen Geschäftszweigen statt. Investition in Unternehmen, die strukturelle Trends vorantreiben, hat dadurch auf der Aktienseite des Fonds signifikant zur Performance über die letzten Jahre beigetragen.

Doch auch bei Anleihen gilt es langfristig zu denken und dabei die Geschäftsmodelle der Emittenten auf strukturelle Veränderungen und disruptive Technologien zu analysieren. So galt z. B. Toys R Us Anfang des Jahrtausends noch als Vorzeigeunternehmen im Kreditmarkt und musste kürzlich aufgrund des Wettbewerbs durch E-Commerce Insolvenz anmelden. Solche Risiken gilt es frühzeitig zu erkennen. Mit der weitsichtigen Perspektive werden zudem übergeordnete Entwicklungen für die Zinsmärkte, wie die geringe Kerninflation, trotz der Diskussion um ein baldiges Ende des Anleiheaufkaufprogramms der EZB nicht außer Acht gelassen. Während die Durationen im Fonds am Jahresanfang aufgrund der attraktiven Renditemöglichkeiten auf 4,8 Jahre verlängert wurden, sind sie nun wieder bei unter 4 Jahren. Insgesamt werden im Portfolio ca. jeweils 30 Prozent Unternehmens- und 20 Prozent Staatsanleihen gehalten, um auch hier ein optimales Chance-Risiko-Profil zu erreichen.  

Diese Mischung aus einem flexiblen Ansatz und der Konzentration auf langfristig geltende strukturelle Trends kann Anlegern in Europa eine interessante Anlagemöglichkeit bieten. Denn Faktoren wie Digitalisierung und Automatisierung sind neben den Veränderungen in der Demographie wichtige Gründe für die niedrige Kerninflation in der Eurozone. Auch angesichts der erwähnten niedrigen Zinsen bietet die Anlage in den global anlegenden MainFirst Absolute Return Multi Asset also eine attraktive Renditequelle für risikobewusste Investoren.

  In die globalen Unternehmen der Zukunft investieren

Der MainFirst Global Equities Fund investiert in globale Unternehmen, die strukturelle Trends anführen und hohe Wachstumsraten verzeichnen. Mit diesem Ansatz hat er seit seiner Auflegung vor fast fünf Jahren eine Performance von 132 Prozent erzielt und den MSCI World in Euro um 51 Prozent outperformt. [1]

Der Ansatz des Global-Equity-Teams um Frank Schwarz besteht darin, globale Unternehmen zu suchen, die langfristig – d. h. über sieben Jahre oder mehr – das höchste Wachstumspotenzial haben. Das Team ist nicht auf kurzfristige Sektorrotationen fokussiert und lässt geringfügigere und kurzfristige Schwankungen der Aktienmärkte außer Acht. Es untersucht vielmehr, welche strukturellen Trends mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zukunft gestalten werden, und somit, welche Unternehmen wahrscheinlich eine Vorreiterrolle bei der Förderung und Entwicklung dieser Trends spielen. Drei dieser bedeutenden Trends sind E-Commerce, digitale Werbung und künstliche Intelligenz (KI).

Die weltweite Wachstumsrate von E-Commerce für 2018 wird auf 21 Prozent geschätzt. Die beiden größten Unternehmen sind Amazon in den USA und Alibaba in China. 
Die Marktdurchdringung von Amazon in den USA liegt derzeit bei 42 Prozent des Onlineumsatzes und 4 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes, und die Plattform ist weltweit (China ausgenommen) die Nummer eins. Beide Unternehmen entwickeln beständig ihre Produktpalette weiter und nutzen Daten, um auf neue Entwicklungen und Trends zu reagieren und damit ihre Stellung als Branchenführer zu festigen. Der gesamte Nettoumsatz von Amazon im Jahr 2017 belief sich auf fast 178 Mrd. USD gegenüber knapp 136 Mrd. USD im Jahr 2016. Wenngleich Amazon eine Reihe von eigenen Produkten wie Werbung, Amazon Web Services, und den Amazon Echo hat, entfiel der größte Teil des Nettoumsatzes im Jahr 2017 auf den Online-Verkauf von Einzelhandelsprodukten.[2] Schätzungen zufolge wird sich die prognostizierte Bewertung für 2019 auf das 7-fache des Bruttobetriebsgewinns und auf das 2,5-fache der Umsatzerlöse belaufen. 
Alibaba hatte bereits 2014 eine Marktdurchdringung von 80 Prozent im chinesischen E-Commerce und einen Anteil von 10 Prozent am gesamten Einzelhandel.[3] Sein Gross Merchandising Value wuchs 2017 um 22 Prozent auf 547 Mrd. USD in China. Die hohe Wachstumsrate des Unternehmens wird sich voraussichtlich über die kommenden Jahre halten, da es weiter in sein Einzelhandels-, Cloud- und Finanzgeschäft investiert.

2016 überstieg der Umsatz mit digitaler Werbung zum ersten Mal den von TV-Werbung. Allein in den ersten sechs Monaten von 2017 verzeichnete digitale Werbung ein Wachstum von 23 Prozent im Jahresvergleich auf 40 Mrd. USD. 
Facebook erzielte 2017 einen Umsatz mit Werbung in Höhe von 40,7 Mrd. USD im Vergleich zu 27,6 Mrd. USD im Jahr 2016.[4] Facebook hat derzeit insgesamt 2,1 Mrd. Nutzer, WhatsApp 1,5 Mrd., Messenger 1,3 Mrd. und Instagram 0,8 Mrd. – wobei Instagram die höchste Wachstumsrate hat. 
Auch Tencent, der Betreiber eines sozialen Netzwerks in China, der für seinen Mitteilungsdienst WeChat bekannt ist, verfügt über ein schnell wachsendes Geschäft mit Online-Werbung. 2017 wies das Unternehmen einen Umsatzanstieg für das dritte Quartal von 61 Prozent aus, sein Umsatz mit Online-Werbung stieg um 48 Prozent, und diese Wachstumsrate wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da das Unternehmen Marktanteile hinzugewinnt.[5] 

Ein weiterer Trend, der sich immer mehr zu einer langfristigen fundamentalen Größe etabliert, ist KI. Während der weltweite Umsatz mit KI-Chips 2016 noch bei 3,2 Mrd. USD lag, geht man davon aus, dass er bis 2025 auf fast 90 Mrd. USD steigen wird.[6]  
Nvidia, bekannt als Hersteller von Grafikkarten, die ursprünglich nur für Gaming-Anwendungen konzipiert waren, hat eine Diversifizierung in KI-optimierte Computer-Chips vollzogen, die jetzt auch für Datenzentren zur Verfügung stehen und einen schnell wachsenden Anteil des Geschäfts ausmachen. Der Umsatz der Datenzentren machte im letzten Quartal 2017 rund 20,8 Prozent aus (gegenüber 13,6 Prozent im Vorjahr), was bedeutet, dass dieses Geschäftsfeld im letzten Quartal 2017 im Jahresvergleich ein Wachstum von 104 Prozent verzeichnet hat. Man geht davon aus, dass diese hohen Wachstumsraten anhalten werden. 
Keyence ist ein wichtiger Akteur im Bereich künstliche Intelligenz und Robotik und stellt hochentwickelte Sensoren für Automatisierungsanwendungen her sowie Barcode-Leser und digitale Mikroskope. Das Unternehmen profitiert stark vom Boom in der Industrieautomatisierung und vom Bedarf des „Internet der Dinge“ an Sensoren und Konnektivität. Zudem produziert es 3-D-Sichtsysteme, ein Segment, das jährlich um 30 Prozent wächst.[7] Seine Umsatzerlöse wuchsen über das Jahr 2017 um fast 22 Prozent, und der Nettogewinn stieg um 30 Prozent.[8] 

Strukturelle Trends, die mit diesen oder vergleichbaren Raten wachsen, sind der Grund für die Wahl dieses Ansatzes, um attraktive Renditen für Anleger zu erzielen, was seit der Auflegung des MainFirst Global Equities Fund C am 1. März 2013 zu einem Alpha von 51 Prozent gegenüber dem MSCI World Index geführt hat.

 


[1] *MainFirst Global Equities Fund C, ISIN: LU0864710602, Stand: 31.01.2018.

[2] https://www.statista.com/statistics/266282/annual-net-revenue-of-amazoncom/ 

[3] https://www.forbes.com/sites/quora/2014/05/08/how-did-alibaba-capture-80-of-chinese-e-commerce/#60fe02759edd

[4] https://www.statista.com/statistics/277229/facebooks-annual-revenue-and-net-income/ 

[5] http://adage.com/article/digital/tencent-quarterly-sales-jump-61-boosted-ads-a-hit-mobile-game/311315/

[6] https://www.tractica.com/newsroom/press-releases/artificial-intelligence-software-market-to-reach-89-8-billion-in-annual-worldwide-revenue-by-2025/  [7] https://www.barrons.com/articles/keyence-leading-japans-new-wave-of-tech-giants-1515815938

[8] Quelle: Bloomberg

 

 

  Das MainFirst Multi Asset Team informiert - der Jahresrückblick 2017

Die Fondsmanager des MainFirst Absolute Return Multi Asset und des MainFirst Global Equities Fund blicken normalerweise mehrere Jahre in die Zukunft, um wertvolle Ideen für ihre Kunden zu entwickeln. Heute nehmen sie jedoch einmal eine andere Perspektive ein und richten ihren Blick zurück auf das Jahr 2017.

  Automatisierung ist auf dem Vormarsch und bietet interessante Investitionsmöglichkeiten

Automatisierung und insbesondere Roboter verändern die Gestalt von Fabrikhallen sowie Produktionszeiten und Produktionskosten: Von der Herstellung eines iPhones, über kollaborative Roboter an der Seite des Menschen oder aber die Zeit, in der Online-Händler ihre Waren verpacken und liefern können. Für Anleger ergeben sich daraus enorme Chancen, denn die Umsätze von Unternehmen wie Teradyne, Keyence und Ocado schnellen in die Höhe. Allein in diesem Jahr ist Teradyne um 70 Prozent gewachsen, und Keyence verzeichnete Ende 2016 einen Umsatz von 379.282 Mio. JPN (entsprechen 3,4 Mrd. USD, Kurs vom 15.11.2017). Bei Ocado stiegen die Umsätze zwischen 2015 und 2016 um fast 15 Prozent. Der MainFirst Global Equities Fund investiert in wachstumsstarke Unternehmen wie diese, um attraktive Renditen zu erzielen. Daraus ergab sich seit Jahresbeginn eine Performance von 41,5 Prozent*.

Für zukunftsorientierte Anleger lautet die entscheidende Frage, ob diese Trends vermutlich anhalten und weiterhin attraktive Renditen abwerfen werden. Nach Aussagen von Frank Schwarz, Lead-Fondsmanager des MainFirst Global Equities Fund, der von Investment Europe für die Fund Manager of the Year Awards nominiert wurde, ist die Automatisierung durch Roboter und Cobots einer von zahlreichen strukturellen Trends, die gerade erst am Anfang stehen. Der Automatisierung liegt ein Markt zugrunde, der die Produktion und Lieferung von Konsumgütern erleichtert und in den kommenden Jahren wahrscheinlich weiteres strukturelles Wachstum verzeichnen wird.

Trends in der Automatisierung

Keyence ist ein führendes Automatisierungsunternehmen aus Japan. Es stellt Sensoren, Steuerungen, Barcode-Leser und viele andere Geräte her, die in der Fertigungsautomatisierung zum Einsatz kommen. Automatisierte Qualitätskontrollen werden also nicht erst am Ende, sondern schon während des gesamten Produktionsprozesses durchgeführt. Fehlerhafte Teile werden dadurch deutlich früher, schneller und effizienter ausgesondert, was die Fertigungskosten senkt. Zu den Lösungen gehören beispielsweise Bildverarbeitungssysteme wie Hochgeschwindigkeitskameras, Smart-Kamera-Sensoren sowie viele ergänzende Dienste.

Ein weiterer bedeutender Akteur am Automatisierungsmarkt ist Teradyne, das derzeit einen Anteil von etwa 60 Prozent am Markt für kollaborative Roboter oder Cobots besitzt. Diese stellen einen zentralen Teil des Produktportfolios des Unternehmens dar, da der aktuelle jährliche Umsatzzuwachs bei 50 Prozent liegt. Teradyne geht davon aus, dass sich diese Wachstumsrate in den nächsten fünf Jahren fortsetzen wird. Cobots arbeiten neben dem Menschen und finden in Produktionsstraßen immer weitere Verbreitung. Sie sind zwar nicht so schnell wie Roboter, aber billiger und mobil, können vielfältige Aufgaben ausführen und einfach durch Nachahmungslernen programmiert werden. Zudem erweitert Teradyne aktuell sein Vertriebsnetz sowie die unterstützende Hard- und Software. Dadurch soll eine breitere Palette von industriespezifischen Aufgaben ausgeführt werden können.

Automatisierung im praktischen Einsatz

Ein bekannter Online-Händler, der auf Automatisierung setzt, ist Amazon. Nach der Übernahme von Kiva im Jahr 2012 entwickelte man hier ein System, das mit Hilfe von mobilen Robotern die Waren zu den Mitarbeitern an den Packstationen transportiert. So müssen sie die einzelnen Artikel einer Bestellung nicht mehr selbst zusammensuchen. Seit der Einführung 2014 in den USA bewegen sich Hunderte dieser Logistikroboter autonom auf eine hochgradig orchestrierte Weise durch das Lager, wodurch Amazon eine größere Auswahl von Waren schneller an eine größere Zahl von Kunden senden kann.

Ein anderes Unternehmen, das von modernster Automatisierung in seinen Prozessen Gebrauch macht, ist Ocado, der weltgrößte Lebensmittelhändler, der ausschließlich online tätig ist. Das Unternehmen versendet derzeit mehr als 200.000 Bestellungen pro Woche an seine Kunden in ganz Großbritannien. Um die Effizienz seiner Prozesse zu verbessern und dadurch sein Wachstum zu beschleunigen, entwickelte Ocado ein eigenes wegweisendes System für die Lagerautomatisierung. Dadurch konnte das Unternehmen seine Effizienz, Skalierbarkeit und Modularität steigern. In seinem neuesten Lager arbeitet eine Flotte von 1.000 Robotern zusammen, um die unter ihnen lagernden Waren zu holen. Ocado gelang es hierdurch, die für die Verpackung einer Bestellung mit 50 Artikeln benötigte Zeit von zwei Stunden auf fünf Minuten zu verkürzen. Die größten Herausforderungen waren die Koordination und die Steuerung des starken Verkehrs und der Kommunikation mit und zwischen den KI-basierten Systemen, damit sie alle nahtlos, effizient und fehlerfrei zusammenarbeiten.

Chancen für Anleger

Angesichts dieser Entwicklungen in der Automatisierung und des steigenden Automatisierungsbedarfs sehen Frank Schwarz und sein Team in diesem Trend großes Potenzial und glauben, dass er lange anhalten wird. Deswegen wird dieses Anlagethema durch das Fondsmanagementteam kontinuierlich überwacht. Das Team wählt dann die Unternehmen mit dem höchsten Potenzial aus und investiert in sie, um attraktive Renditen zu generieren. Durch diesen benchmarkunabhängigen Ansatz erreicht der MainFirst Global Equities Fund seit Auflage im Schnitt jährliche Renditen von 19 Prozent*.

*Stand: 31.10.2017, MainFirst Global Equities Fund (C), ISIN: LU0864710602.

 

 

  Globale Aussichten: Erneutes Wachstum in den Schwellenländern – ein guter Zeitpunkt für Investitionen

Angetrieben von einem starken Weltwirtschaftswachstum und der Nachfrage nach Rohstoffen begann für die Schwellenländer 2016 eine neue Phase der Erholung und des Wachstums, in der sich interessante Chancen für Anleger abzeichnen.

 

 

 

Zum ersten Mal verzeichnet die Weltwirtschaft überall eine insgesamt starke Entwicklung. Viele Volkswirtschaften wachsen, und der Einkaufsmanagerindex deutet auf eine insgesamt kräftigere Weltwirtschaft hin. Institutionen wie die Weltbank oder der IWF sind ihren positiven Prognosen zufolge ebenfalls dieser Ansicht. Folglich besteht in den Industrieländern eine hohe Nachfrage nach Rohstoffen. Ein Grund dafür ist das aktuelle Anziehen der weltweiten Produktion, was in Industrieländern Investitionen in Industrieanlagen zur Folge hat. Diese Entwicklung zum Ende des Konjunkturzyklus sorgt für einen großen Bedarf an Rohstoffen. Ein weiterer Grund sind Investitionen in die Infrastruktur, da auch bei der Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen Rohstoffe benötigt werden. Nicht zuletzt besteht durch die Förderung von Elektrofahrzeugen und den dazugehörigen Batterien ebenfalls ein immer größerer Bedarf an Rohstoffen wie Kupfer, Nickel, Zink und Lithium, da Autobatterien eine rohstoffintensive Herstellung nach sich ziehen. Hinzu kommt die Verkabelung in Elektrofahrzeugen, die die Nachfrage nach Rohstoffen weiter erhöht. Die erneute Wachstumsphase hat auch positive Auswirkungen auf die Rohstoffpreise in Bereichen wie Energie, Öl und Metalle. Dies ist wiederum einer der positiven Faktoren, der vielen Schwellenländern Auftrieb verleiht.

Das Wachstum der Schwellenländer ist auf unterschiedliche Faktoren zurückzuführen. Neben dem gestiegenen Bedarf an Rohstoffen in den Industrieländern sorgen die Schwellenländer selbst für einen höheren Verbrauch an konventionellen Rohstoffen wie Kohle, Erdöl und Gas. In Ländern wie Indonesien, Indien und China, aber auch in Lateinamerika werden zahlreiche Kohle- und Gaskraftwerke gebaut. Das erneute Wachstum hat zudem zu einer neuen Nachfrage nach Investitionsprojekten geführt und somit auch zu Anlagen in diesen. Ein Beispiel ist die wieder gestiegene Nachfrage nach Eisenerz aus China, dessen Preis sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hat.

Die Wachstumschancen sehen ebenfalls gut aus, da die Schwellenländer insgesamt stärker, stabiler und robuster zu sein scheinen. In den mageren Jahren setzten viele Schwellenländer wichtige Strukturreformen um und zahlreiche Unternehmen ergriffen Restrukturierungsmaßnahmen. Viele Geschäftsbereiche, die zuvor unrentabel waren, wurden entweder verkauft oder aufgegeben und die Produktionskosten wurden gesenkt. Dies schafft für die Volkswirtschaften ideale Bedingungen, um in der neuen Wachstumsphase maximale Gewinne zu erzielen. Die Währungen der Schwellenländer sind in der Folge stark und ihre Volkswirtschaften reagierten weder negativ auf den stabilen US-Dollar noch auf die Anhebung der Zinsen durch die Fed.

Die Verschuldung von Unternehmen aus den Schwellenländern ist derzeit wesentlich geringer als die ihrer Mitbewerber aus den Industrieländern, wo die Verschuldung zunimmt. Die Risikoprämien von Anleihen aus den Industrieländern sind deutlich zurückgegangen und reagieren unserer Auffassung nach höchst empfindlich auf Veränderungen der Zinssätze. In den Schwellenländern nimmt der Verschuldungsgrad dagegen ab, und die Märkte sind für den neuen Anlagezyklus gut aufgestellt. Eine Reihe von Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern verfügt nach wie vor über attraktive Risikoprämien. Beste Beispiele hierfür sind Lateinamerika und Afrika, die aktuell immer noch großes Potenzial haben, den Wertrückstand aufzuholen. Daraus ergeben sich insbesondere im Rohstoffsektor interessante und attraktive Anlagemöglichkeiten. Darüber hinaus sind die Ratings aufgrund der defensiven Haltung der Ratingagenturen im Hinblick auf die Aussichten für den Rohstoffpreis noch immer recht niedrig. Daher ist davon auszugehen, dass viele der Unternehmen, die in den Jahren 2014 bis 2016 herabgestuft wurden, wieder ein besseres Rating erhalten werden. Für furchtlose oder gegen den Strom schwimmende Anleger bedeutet dies, dass die geringeren Risikoprämien möglicherweise zusätzliche Kapitalgewinne einbringen. Andere technische Faktoren deuten ebenfalls auf das Potenzial von High-Yield-Unternehmensanleihen hin, da mit der weltweiten Konjunkturerholung die Kreditrisiken und tatsächlichen Zahlungsausfälle zurückgehen.

Nach der geringen bis zeitweise auf null zurückgegangenen Zahl neu emittierter Anleihen in den Jahren 2014 bis Mitte 2016 steigt diese nun wieder an, wodurch sich weitere interessante Anlagemöglichkeiten ergeben. Investment-Grade-Anleihen machten 2016 den Anfang, und seit 2017 nimmt die Zahl von Neuemissionen wieder zu. Angesichts der gestiegenen Nachfrage nach Anlagen in den Schwellenländern und der sehr hohen Nettozuflüsse im vergangenen Jahr herrscht insgesamt eine starke Nachfrage nach Neuemissionen. Trotzdem ist am Markt nach wie vor eine hinreichend vorsichtige Haltung zu erkennen, sodass nicht alle Unternehmen in der Lage sind, neue Anleihen zu emittieren. Denn die Anleger zeigen sich weiterhin verantwortungsbewusst und unterziehen die jeweiligen Anlageideen und -pläne einer sorgfältigen Prüfung. Da es in den vergangenen beiden Jahren, wie zuvor bereits erwähnt, nur wenige bis gar keine Neuemissionen gab und Hochzinsanleihen der Schwellenländer gewöhnlich eine Laufzeit von 5 bis 7 Jahren aufweisen, werden viele Anleihen, die in den Jahren 2012 und 2013 emittiert wurden, in den kommenden zwei Jahren fällig. Folglich ist davon auszugehen, dass viele Unternehmen ihre Anleihen vor deren Fälligkeit kündigen oder zurückkaufen werden, um anschließend Anleihen mit längeren Laufzeiten in Umlauf zu bringen. So können zusätzliche attraktive Renditen im High-Yield-Segment der Schwellenländer generiert werden. Außerdem rechnen wir damit, dass viele neue Unternehmen ihr Anlageuniversum erweitern werden. Die Summe der ausstehenden Unternehmensanleihen beträgt zurzeit 1,94 Bio. USD und das Neuemissionsvolumen wird dieses Jahr auf 400 Mrd. USD steigen. Am attraktivsten ist der Kreditspread weiterhin bei Anleihen mit B- und BB-Rating. Außerdem ist er generell auch oft gegenüber den Industrieländern und anderen Segmenten der Schwellenländer attraktiver.

Aufgrund dieser positiven Entwicklungen sprechen manche von einer neuen Haussephase. Sollte dies der Fall sein, dann befinden wir uns noch immer am Anfang und das Tempo könnte weiter zunehmen. Im Allgemeinen dürfte die Generierung solider positiver Renditen angesichts des attraktiven Universums aus Unternehmensanleihen – insbesondere im High-Yield-Segment – anhalten. Aus diesem Grund investiert der MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced in sorgfältig ausgewählte Unternehmensanleihen, die hohe Renditen versprechen und deren relative Attraktivität nicht im Universum festverzinslicher Anlagen zu finden ist.

 

 

  Die Macht der Plattformen

Das Konzept der Plattformen scheint unscheinbar und ungefährlich. Im Grunde bieten Plattformen den erforderlichen Raum und die Struktur, um Ideen und Meinungen auszudrücken, sich mit Freunden zu vernetzen, Internetdienste zu finden oder Programme und Apps zu nutzen. Die Beispiele von Facebook und Google ziegen jedoch, dass diese Möglichkeit des Austauschs zwischen Verbrauchern untereinander sowie zwischen Verbrauchern und Herstellern, eingespannt in ein Geschäftsmodell, höchst profitable Unternehmen zutage fördern und tiefgehende Veränderungen in der Geschäftswelt bewirken kann. Wie ist das möglich? 

Das Konzept der Plattform ist eigentlich nicht neu. So waren Basare beispielsweise eine frühe Form der Plattformen.  Kombiniert mit den Möglichkeiten der Informationstechnologie und des Internets ist die Skalierbarkeit jedoch viel schneller, umfassender und günstiger geworden. Hinzu kommt die gezielte Datenanalyse (Data Mining) die dazu beiträgt, die Bedürfnisse der Verbraucher und Hersteller noch besser zu verstehen und das Wachstum damit weiter anzukurbeln.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Produktunternehmen schaffen die Betreiber von Plattformen Netzwerke, deren wichtigster Trumpf die Verfügbarkeit eines großen und weitgefächerten Angebots ist. Das kann der Kontakt zu Freunden sein, das Verfolgen von Ereignissen oder das Posten an einer Pinnwand, wie zum Beispiel bei Facebook. Da diese Angebote normalerweise kostenlos oder günstig sind, liegt der Nutzen auf der Hand und ist die Schwelle zum Ausprobieren entsprechend niedrig.

Um diese neuen Geschäftsmodelle so erfolgreich zu machen, wie sie es heute sind, arbeiten die Betreiber der Plattformen ständig daran, die Infrastruktur zu optimieren und neue Angebote und Dienstleistungen hinzuzufügen. Diese werden dann wiederum ständig weiterentwickelt, um sicherzustellen, dass die jeweilige Plattform die Nummer eins bleibt, da sie das größte Netzwerk mit den meisten Möglichkeiten und Verbindungen bietet und zudem durch das beste Kundenerlebnis besticht. Im Übrigen ruhen sich die erfolgreichsten Plattformbetreiber niemals aus und suchen permanent nach innovativen Lösungen, um der Konkurrenz stets einen Schritt voraus zu sein und mit der nächsten bahnbrechenden Erfindung aufzuwarten.

Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Verbraucher die Plattform mögen und auch nutzen. Denn je größer die Zahl der Nutzer ist (und zwar sowohl der Verbraucher als auch der Hersteller) desto attraktiver ist die Plattform. Denn die Verbraucher können an einem Ort alles bekommen und jeden treffen, und Unternehmen machen mehr Umsatz pro Verbraucher. Der dadurch angestoßene positive Kreislauf bewirkt, dass mehr Kunden mehr Unternehmen anlocken, was wiederum mehr Kunden anlockt. Außerdem verfolgen die Betreiber von Plattformen ihre Kunden und kennen damit deren Vorlieben und Bedürfnisse, noch bevor diese sie selbst kennen  (wie Steve Jobs einmal treffend sagte). Mitunter kennen sie sogar wie bei Amazon ihr konkretes Kaufverhalten. Daher manchen neue Features die Plattformen noch attraktiver.

Dementsprechend beherrscht in der Regel eine Plattform die Branche und macht der Konkurrenz das Leben schwer. MySpace und Facebook waren eine Zeitlang Rivalen, bis Facebook die Oberhand gewann. Doch die Plattform-Giganten in China zeigen (unterstützt durch die Regierung), dass an anderen Märkten andere Unternehmen das Rennen machen können.

Ferner kann der Plattformbetreiber völlig andere Regeln festsetzen, die seinem Geschäftsmodell förderlich sind. Persönliche Features und Inhalte können kostenlos, nur für zahlende Kunden oder maßgeschneidert zur Verfügung gestellt oder gestrichen werden. Auch wenn die Inhalte von den Nutzern generiert und frei verfügbar sind, bestimmen die Regeln häufig wie leicht (oder schwer) sie zu exportieren sind. Inhalte können auch in einer bestimmten Weise angeordnet werden. Bezahlte Inhalte wie Werbeanzeigen können beispielsweise oben auf der Seite erscheinen oder wie native Werbung innerhalb des Newsstream von Facebook erscheinen.

Anleger können daraus vor allem Nutzen ziehen, wenn sie neue Trends frühzeitig erkennen und langfristig investieren, um vom gigantischen Wachstum vieler dieser Unternehmen zu profitieren. Das Fondsmanagement-Team um Frank Schwarz hat mit dem MainFirst Global Equities Fund seine Fähigkeiten in diesem Bereich eindrucksvoll bewiesen. Das Team untersucht ausführlich strukturelle Trends und legt seit Langem mit großem Erfolg in Plattformen an, die später die Landschaft dominierten. So investierten sie zum Beispiel schon 2013 in Amazon. Dessen Wert hat sich seither verfünffacht.

  Was hat die U-Bahn in Lima mit den MainFirst Emerging Markets Funds gemeinsam?

Beide nutzen Dynamik als Instrument zum Erfolg. 

Die Emerging Markets sind 2017 zu dynamischem Wachstum zurückkehren. Hierzu haben einerseits die deutlichen Kursgewinne bei vielen Rohstoffen (wie Gold, Silber, Kupfer oder Zucker) im Jahr 2016 beigetragen. Andererseits machen sich die Effekte der Implementierung struktureller Reformen bemerkbar. Innovative Produktideen wie auch Infrastrukturprojekte bringen weitere Dynamik in die Märkte.
In diese Entwicklungen investieren der MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und der MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund, die von den drei Fondsmanagern Cornel Bruhin, Dorothea Fröhlich und Thomas Rutz gemanagt werden. Sie beobachten sowohl die makroökonomischen Entwicklungen der Schwellenländer inklusive der Frontier Märkte, wie auch das Wachstum ausgesuchter, häufig unterbewerteter Unternehmen. Derzeit ist ihr Augenmerk vor allem auf das noch unterbewertete Lateinamerika gerichtet, bei dem das zu erwartende Wachstum noch nicht ausreichend eingepreist ist.

Peru, zum Beispiel, ist im Rohstoffbereich ein Niedriglohnland, wodurch viele Unternehmen Potential für starke Kursgewinne aufweisen. Sollten sich die Rohstoffpreise auf dem aktuellen Niveau halten oder nur marginal ansteigen, dann werden die Ratingagenturen, die die Anleihen derzeit noch unterbewerten, ihre Ratings erhöhen müssen. Dies würde zu weiterem Aufholpotenzial der betroffenen Produzenten führen. Zusammen mit der Regierung unter Kuczynski, die als wirtschaftsfreundlich eingestuft wird, ist auch geplant, viel nötige Infrastruktur auf den Weg zu bringen. Dazu gehört der Ausbau des U-Bahn-Netzes in Lima und des Hauptflughafens. Weitere geplante Projekte sind der Ausbau des Straßennetzes, die Errichtung von Brücken und die Erweiterung von Häfen. All diese Projekte sollen laut Vorhersagen zu einem Wachstum von 4,1 % beitragen.

Durch den neuen Reformkurs der Regierung unter Macri in Argentinien ist das Land nach einer 15-jährigen Sperre wieder stark im Kommen an den internationalen Kapitalmärkten. Zahlreiche Unternehmen planen neue Investitionen vor allem im Bereich Infrastruktur. Laut IWF und Weltbank ist das Wirtschaftswachstum ab 2017 wieder positiv. Auch das argentinische Anleiheuniversum wächst zunehmend.  

Stark positive Signale kommen auch aus Brasilien, der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas. Trotz der politischen Krisen um Michel Temer und den verschiedenen Korruptionsskandalen, sind die Konjunktursignale gut und deuten auf eine wirtschaftliche Erholung hin.

Um von diesen Entwicklungen optimal zu profitieren, investieren die Fondsmanager Cornel Bruhin, Dorothea Fröhlich und Thomas Rutz vor allem in hochverzinsliche Hartwährungsanleihen mit hohem Renditepotential. Interessant sind hier Titel im Rohstoff- und Energiebereich. Einbezogen werden auch vielversprechende Frontier Märkte und unterbewertete Unternehmen aus der zweiten Reihe. Die Titelauswahl erfolgt nach ausführlichen Top-down- und Bottom-up-Analysen, bei denen Bonitätseinstufungen geprüft, Renditeunterschiede herausgearbeitet und Unternehmen evaluiert werden. Gleichzeitig wird ein striktes Risikomanagement betrieben mit Gewinn- und Stop-Loss-Zielen. Alles mit dem Ziel, ein attraktives Rendite-Risiko-Profil für Anleger zu erwirtschaften.

 

 

 

  Restrukturierungsinvestments als Portfolioergänzung können hohe Gewinne bringen

Aktieninvestments in Restrukturierungen von Unternehmen werden häufig von Anlegern und Fondsmanagern gemieden. Denn wer investiert schon gerne in angeschlagene Unternehmen, bei denen nicht gesagt ist, dass die Neuausrichtung erfolgreich sein wird? Oder rechtfertigt sich vor Investoren, falls eine im Portfolio gehaltenen Firma die Restrukturierung nicht gelingt? Dabei sind gerade dies Gründe dafür, dass Engagements bei erfolgreichen Restrukturierungen hohe Gewinnchancen haben können, in vielen Fällen sogar deutlich mehr als 100 Prozent.

Gründe für Restrukturierungen 
Es gibt viele Gründe für die Notwendigkeit von Restrukturierungsmaßnahmen: Oft spielt das Management oder eine zu hohe Kostenbasis eine Rolle. In vielen Fällen sind es aber auch Veränderungen im Marktumfeld. So können beispielsweise aufgrund von Überinvestitionen oder Nachfrageschwäche, strukturell oder konjunkturbedingt, Überkapazitäten entstehen. Ebenso kann eine Veränderung der Wettbewerbssituation dazu führen, dass Konkurrenzunternehmen mit besserer Kostenstruktur für niedrigere Preise sorgen und etablierten Unternehmen den Rang ablaufen. Dann stellt sich häufig schleichend ein Verlust der Wettbewerbsfähigkeit ein und damit einhergehend fallende Margen oder sogar negative Ergebnisse. In solchen Fällen können Restrukturierungen die Unternehmen aber jeweils wieder auf einen sehr erfolgreichen Kurs bringen – wenn sie wie gewünscht greifen.

Wichtige Faktoren für das Gelingen 
Ob eine Restrukturierung erfolgreich ist oder nicht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst ist es wichtig, dass das Unternehmen kein Problem im Produktspektrum hat. Hat das Unternehmen nämlich keine wettbewerbsfähigen Produkte im Vergleich zur Konkurrenz, kann es zwar kurzfristig seine Kostenposition verbessern,  wird aber zukünftig Marktanteile verlieren oder muss die Preise senken, um im Wettbewerb mithalten zu können. Das führt dazu, dass die positiven Effekte der Restrukturierung von den negativen Effekten der fallenden Preise und Volumina aufgefressen werden. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor bei Restrukturierungen ist die Flexibilität der Kostenstrukturen. So ist zum Beispiel ein kapitalintensives Unternehmen mit großen Produktionsstätten besonders herausfordernd zu restrukturieren, und eine Verlegung der Produktion auf neue Standorte sowie  die Anpassung des Personalbestands sind häufig kostspielig. Ein weiterer Aspekt bei der Analyse von Restrukturierungsinvestments ist die Bilanz. Eine gute Bilanz ist vonnöten, um potenzielle außerordentliche Abschreibungen mit Eigenkapital aufzufangen. Auch Abfindungen oder Investitionen sind vielfach notwendig, um die Restrukturierungsmaßnahmen schnell und vollumfänglich umzusetzen. Häufig hilft ein neues Managementteam, welches besondere Expertise für die Anpassungsprozesse mitbringt.

Ein Beispiel einer erfolgreichen Neuausrichtung 
Ein praktisches Beispiel einer gelungenen Restrukturierung ist der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer. Aufgrund des rückläufigen Marktes für Printmedien sind die Volumina für Maschinen im Bereich Zeitungsdruck gesunken. Das Unternehmen hatte zu hohe Kapazitäten und war nicht flexibel genug, um die niedrigen Volumina aufzufangen. Folglich litt die Profitabilität, und eine Anpassung der Kostenstruktur erwies sich als unumgänglich. Die guten Erfolgsaussichten des Unternehmens waren zum einen durch die sehr gesunde Bilanzstruktur und zum anderen durch das innovative Produktportfolio in den Bereichen Verpackungs- und Sicherheitsdruck gegeben. Des Weiteren hat sich das entschlossene Management konsequent auf die herausfordernden Aufgaben der schmerzhaften Anpassungsprozesse fokussiert, inklusive der Bestellung eines Vorstandsmitgliedes mit Restrukturierungserfahrungen. Nach hohen außerordentlichen Abschreibungen ist es dem Unternehmen gelungen, Jahr für Jahr die Profitabilität wieder zu steigern. Mittlerweile hat das Unternehmen die Phase der Restrukturierung verlassen und konzentriert sich wieder auf organisches Umsatzwachstum. Für mutige Anleger hat sich ein frühes Engagement gelohnt, die Aktie konnte sich in den vergangen drei Jahren mehr als verfünffachen.  

Wie Investoren profitieren können 
Es sind umfassende Recherchen, Expertise und fundierte Analysen nötig, um Unternehmen zu identifizieren, deren Restrukturierungsmaßnahmen eine hohe Chance auf Erfolg haben. Für ein solches Stock-Picking potenziell unterbewerteter Unternehmen müssen genaue Kenntnisse nicht nur der generellen Marktlage vorhanden sein, sondern beispielsweise auch des Sektors und der Produktlandschaft. Zudem müssen die Bilanzen, die Restrukturierungsmaßnahmen, die Qualität des Managements und das Wachstumspotenzial hinreichend bekannt sein und geprüft werden können, um eine solche Investition sinnvoll und erfolgversprechend zu machen.

Zwei Fonds, die hier immer wieder große Erfolge verzeichnen konnten, sind der MainFirst Germany Fund (ISIN: LU0390221256, Anteilsklasse A) und der MainFirst Top European Ideas Fund (ISIN: LU0308864023, Anteilskasse A). Diese werden von Olgerd Eichler, Alexander Dominicus und Evy Bellet gemanagt, drei Fondsmanager, die insgesamt über 60 Jahre Erfahrung verfügen und Experten für verschiedene Marktsegmente sind, sodass sie immer wieder gezielt in unterbewertete Unternehmen investieren konnten, die dann Gewinne von über 100 Prozent abgeworfen haben.