//
  Was bedeutet Chinas Kurs für europäische Investoren?

China war 4000 Jahre lang das am weitesten entwickelte Land der Welt. Nur in den letzten 400 Jahren war dies nicht der Fall. Doch in den letzten 40 Jahren hat China wieder stark aufgeholt und die westliche Welt in vielen Bereichen bereits überholt. Die Frage, die sich viele Investoren stellen, ist, wie sie von dieser Entwicklung profitieren können. Mit anderen Worten, wie können Investoren beurteilen, welche Veränderungen derzeit das größte Wachstumspotenzial bieten und wie lassen sich hier Renditen erzielen. Um diese Frage zu beantworten, hat das Team um Frank Schwarz bei MainFirst dazu strukturelle Trends genrell, spezifische chinesische Entwicklungen und die strategische Ausrichtung des Landes analysiert, um auf dieser Basis die besten Investitionsentscheidungen treffen zu können. Einige interessante Trends sehen sie in den Bereichen der Stromerzeugung und dem Konsum.

Strategie, Innovation und Energie 
Das Reich der Mitte ist für seine langfristige, strategische Planung bekannt. Sein erklärtes strategisches Ziel bis 2025 ist es, die chinesische Industrie zu stärken, die Produktqualität zu verbessern sowie die Automatisierung und Digitalisierung voranzutreiben. Um seine strategischen Ziele als weltweit führender Hersteller von beispielsweise elektrischen Stromversorgungen zu erreichen, investiert der chinesische Staat jährlich gut 2 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in innovative Projekte wie alternative Energieformen. Im Rahmen dieser strategischen Ausrichtung ist die Verzehnfachung der Zahl der Patentanmeldungen aus China in den letzten zehn Jahren zu sehen, da dies ein klares Zeichen für Chinas größere Innovationskraft und strategische Positionierung zur Erreichung seiner langfristigen Ziele ist. 

Strukturelle Trends bei der Energieerzeugung 
Die Zeitspanne zwischen Erfindung sowie Patentanmeldung und der kommerziellen Umsetzung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. So wurde beispielsweise die Technologie zur Energiespeicherung mit Lithium-Ionen-Batterien vor rund 80 Jahren erfunden. Aber erst etwa 2005 war sie soweit, dass die Batterien kostengünstig genug produziert werden konnten und somit immer umfangreicher eingesetzt werden können. Seitdem sind die Produktionskosten weiter rapide gesunken: Allein zwischen 2005 und 2017 verringerte sich der Preis um den Faktor 6 (von ca. 1300 auf 209 US-Dollar). Dies ermöglicht es Unternehmen, Lithium-Ionen-Batterien auf vielfältige neue Arten einzusetzen. 

Tesla ist ein bekannter Name, der sich diesen Fakt zunutze macht und die Technologie nicht nur für seine Elektromotoren nutzt, sondern sie auch eingesetzt hat für den Bau der Hornsdale Windfarm in Südaustralien, die eine Entladekapazität von 100MW und eine Energiespeicherkapazität von 129MWh hat und damit die größte Batteriespeicheranlage weltweit ist. Die Implikationen dieses Trends sind enorm, denn erneuerbare Energien haben den unglaublichen Vorteil, dass – sobald die Infrastruktur einmal geschaffen wurde – die Energiegewinnungskosten gegen Null gehen.

Energie- und sonstiger Konsum in China 
China folgt diesem Beispiel und beginnt, die Möglichkeiten von Lithium-Ionen-Batterien auf vielfältige Weise zu entwickeln und zu nutzen. Derzeit werden Batterieproduktionsanlagen für Elektroautos gebaut, so dass China bis 2021 voraussichtlich 70 Prozent der weltweiten Produktion von Elektrofahrzeugbatterien produzieren wird. Anfang 2019 begann auch der Bau der ersten Gigafactory für Batterien in China. Angesichts des anhaltenden Wachstums Chinas ist die Suche nach neuen Wegen der Energiegewinnung dringend notwendig, unter anderem um den wachsenden Strombedarf des Landes zu decken. Bis 2030 werden wahrscheinlich etwa 9 der 15 größten Städte der Welt chinesisch sein. Diese Entwicklungen erfordern enorme Investitionen in die Stromerzeugung.

Gleichzeitig wird auch die Kaufkraft der Chinesen weiter wachsen, denn allein in China wird das Volumen des Privatvermögens in den nächsten 10 Jahren um bis zu 180 Prozent auf fast 70 Milliarden US-Dollar steigen, direkt an zweiter Stelle nach den USA, die ein geschätztes Privatvermögen von 75 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Das sind Entwicklungen, die das Wachstum nicht nur im Energiesektor, sondern auch in anderen Bereichen wie Finanztransaktionen oder Luxusgütern ankurbeln werden. Von diesem Wachstum werden Unternehmen wie Alibaba und Tencent, aber auch internationale Luxusgüterhersteller wie LVMH, Kering und Canada Goose profitieren.

Im MainFirst Global Equities Fund und im MainFirst Global Equities Unconstrained Fund nutzen Frank Schwarz und sein Team solche Entwicklungen, um attraktive Renditen für Investoren zu erzielen. Der MainFirst Global Equities Fund hat seit seiner Auflage vor sechs eine jährliche Performance von fast 14 Prozent erzielt Jahren (ISIN LU0864710602, Stand 28.02.2019).

 

 

  Renditeproblem Niedrigzinsumfeld – bieten Dividendenaktien einen Ausweg?

In einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld stellen Dividendenaktien eine wesentliche Komponente zum Erhalt der realen Kaufkraft und Erzielung einer positiven Rendite nach Inflation dar. Dividendenwerte ermöglichen Anlegern an breiten Aktienmarkt zu partizipieren und an kontinuierlichen Ausschüttungen teilzuhaben.

Niedrigzinsumfeld und Inflation ergeben eine toxische Mischung für deutsche Investoren
Die realen Renditen, d.h. die Zinserträge nach Abzug der Inflationsrate, der Anleger in Europa werden in Zukunft bei knapp null Prozent liegen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des unabhängigen Finanzdienstleisters MainFirst. Thomas Meier, Head of Equity Fund Management bei MainFirst, beschreibt diesen Trend als beunruhigend. So zeigen Berechnungen der Bundesbank, dass die Vermögensallokation der privaten Haushalte in Deutschland in den letzten zehn Jahren einen durchschnittlichen bereinigten Wertzuwachs von 1,4 Prozent pro Jahr ermöglicht hat. In den letzten 20 Jahren hat die Wertsteigerung sogar 2,6 Prozent pro Jahr betragen. Allerdings können solche Renditen heute mit einem durchschnittlichen deutschen Portfolio aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase nicht mehr erreicht werden. Daher muss die Assetallokation neu gewichtet werden – wenn das Geld nicht wegschmelzen soll. 

Der Ausweg aus dem Dilemma: Dividendenaktien 
Um heute attraktive Renditen erwirtschaften zu können, müssen Investoren ihre Einschätzung überdenken. Höhere Renditen können Anleger nur durch eine veränderte Portfolioallokation abseits von Bargeld, Versicherungen, Pensionsrückstellungen und ähnlichen Anlagen erzielen – ein Anteil, der in deutschen Portfolios derzeit durchschnittlich 77 Prozent beträgt. Mit anderen Worten, ohne eine deutliche Erhöhung der Eigenkapitalkomponente, die langfristig nach wie vor das attraktivste Wertentwicklungspotenzial aufweist, werden die Anleger ihre Sparziele nicht erreichen können.

Ein besonders hohes Renditepotenzial bieten Dividendenaktien, da hier in den letzten Jahren höhere Ausschüttungsquoten zu beobachten waren. Im Jahr 2018 beliefen sich die Ausschüttungen in Deutschland erstmals auf mehr als 50 Milliarden Euro. Trotz des schwierigeren Umfelds gehen die aktuellen Schätzungen von weiteren Steigerungen für 2019 aus. Anleger sollten daher bei der Auswahl der Aktien auf die Qualität der Dividenden achten, damit die Renditen so attraktiv und nachhaltig wie möglich sind. Solche Dividendenaktien finden sich vor allem dort, wo robuste Geschäftsmodelle platziert sind. Der MainFirst Global Dividend Stars ist ein Beispiel für einen Fonds, der Aktien mit hochwertigen, nachhaltigen Dividenden im Portfolio hat.

Gezieltes Investment in hochwertige Dividendenaktien 
Die Fondsmanager des MainFirst Global Dividend Stars, Thomas Meier und Christos Sitounis, setzen auf eine gezielte Aktienauswahl. Sie investieren unabhängig von der Benchmark in Unternehmen mit überdurchschnittlicher Dividendenqualität. Entscheidend ist nicht die Höhe der Dividende, sondern die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen. Nach Ansicht der Fondsmanager finden sich solche Dividendenausschüttungen vor allem dort, wo sich robuste Geschäftsmodelle mit starken Bilanzen, hoher struktureller Profitabilität und solider Substanz finden. Neben etablierten, defensiven Large Caps werden dynamischere Small und Mid-Caps mit höherem Wachstumspotenzial ins Portfolio genommen, um ein ausgewogenes, attraktives Risiko-Rendite-Profil für Investoren zu erzielen. Die Nachhaltigkeit der Dividendenzahlungen suchen sie zu gewährleisten, indem geprüft wird, inwieweit die Zahlungen durch die Geschäftsentwicklung und die Erreichung eines positiven freien Cashflows gedeckt sind. Schließlich wird ein Unternehmen auf der Grundlage von Bewertungskennzahlen im Peer-Group-Vergleich analysiert. Hat ein Wertpapier dieser umfangreichen Prüfung standgehalten, wird es in der Regel langfristig in das Portfolio aufgenommen. Das Team verfolgt neben Einzelentwicklungen kontinuierlich rund 600 Unternehmen weltweit, wobei der direkte Firmenkontakt im Mittelpunkt des Analyseprozesses steht. Das Management führt insgesamt ca. 300 Sitzungen pro Jahr durch, hauptsächlich mit Entscheidungsträgern von Unternehmen.

Der MainFirst Global Dividend Stars ist somit ein aktiv gemanagter Fonds mit einer bottom-up-gesteuerten Aktienauswahl. Der Fokus liegt auf substanziellen Dividendentiteln und der konsequenten Beimischung von wachstumsstarken Small und Mid-Caps. Nicht nur angesichts des niedrigen Zinsumfelds bietet er eine attraktive Alternative zu Spareinlagen. 

  AUSBLICK 2019: ATTRAKTIVES WACHSTUMSPOTENZIAL IN SCHWELLENLÄNDERN

Das MainFirst Emerging Markets Team geht davon aus, dass Schwellenländer angesichts der weiterhin gesunden Weltwirtschaft stärker wachsen werden als Industrieländer

Starke Fundamentaldaten deuten auf Performancepotenzial von Schwellenländern hin 
Unternehmensanleihen aus Schwellenländern dürften in den kommenden Jahren solide Renditen liefern, da die Fundamentaldaten der Emerging Market (EM) Unternehmen nach wie vor stark sind und somit Aufwärtspotenzial haben. Denn sie sind deutlich weniger verschuldet und haben daher mehr Handlungsspielraum als Unternehmen in entwickelten Ländern. So weisen beispielsweise Anleihen im JP Morgan Corporate Emerging Market Bond Index (CEMBI) ein identisches Risiko-Ertragsprofil auf wie Hochzinsanleihen in USD und in EUR. Darüber hinaus befinden sich die Schwellenländer im Gegensatz zu den Industrieländern noch in einem frühen Zyklus oder höchstens in der Mitte des Zykluses und haben auch deshalb noch ein hohes Wachstumspotenzial. Dies macht viele Unternehmensanleihen aus Schwellenländern besonders attraktiv.

Die Weltwirtschaft ist auch trotz der zuletzt eingetretenen Verlangsamung des Wachstums noch recht gesund. Daher erwartet das MainFirst Emerging Markets Fondsmanagementteam, bestehend aus Cornel Bruhin, Dorothea Fröhlich und Thomas Rutz, in den nächsten 12-18 Monaten keine Rezession. Vielmehr gehen sie davon aus, dass sich der aktuelle Konjunkturzyklus fortsetzen wird – wenn auch mit einem schwächeren globalen Wachstum, dass förderliche Entwicklungen auf der Handelsebene zwischen den USA und China zum Tragen kommen werden und dass die chinesischen Lockerungsmaßnahmen bis Mitte 2019 die Realwirtschaft positiv beeinflussen dürften. Es kann zwar noch einige Monate dauern bis diese Stabilisierung sichtbar wird, aber auch konstruktive Ergebnisse der Handelsverhandlungen sollten einen positiven Einfluss auf diesen Trend haben. 

Die Schwellenländer stärkende Faktoren 
Im vergangenen Jahr haben die Anlagen in Schwellenländern deutlich bessere risikoadjustierte Renditen erzielt als vergleichbare Anlagen in entwickelten Märkten. So erzielten beispielsweise CEMBI Hochzinsanleihen aktienähnliche Renditen, während ihre Volatilität nur ein Drittel so hoch war. Ein vergleichbares Portfolio ohne Positionen in Schwellenländern entwickelte sich schwächer als eines mit EM-Positionen. Das MainFirst Emerging Markets Team geht davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Nach ihrer Einschätzung sind die Fundamentaldaten von EM-Unternehmen nun besser dran als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der globalen Finanzkrise. Auch die EBITDA-Generierung war mit einem Wachstum von 27 Prozent im zweiten Quartal 2018 stark. Am wichtigsten ist, dass viele Unternehmen umsichtiger geworden sind und ihre Bilanzen sich verbessern. Das bedeutet, dass die CAPEX-Strategien im Vergleich zum vorherigen Zyklus defensiver und die Kassenbestände höher sind und dass sich die Corporate Governance verbessert hat. Insgesamt haben EM-Unternehmen aufgrund der starken EBITDA-Generierung und dem geringen Maß an Neuemissionen von Anleihen ihren Verschuldungsgrad verringern können.

Darüber hinaus sind die EM-Ausfallraten gegenüber dem Höchststand vom November 2016 deutlich gesunken, was ein klares Signal für den Beginn eines neuen Kreditzykluses ist. Der globale Wachstumstrend – auch wenn er moderater ausfällt – unterstützt weiterhin das Wachstum der Unternehmensgewinne und führt zu höheren Cash-Beständen und einer geringeren Verschuldung. Hinzukommt, dass die Rohstoffmärkte ausgewogen sind. Auch deshalb erwartet das Team, dass sich der Rohstoffzyklus fortsetzen wird und die Schwellenländer davon profitieren werden.

Ein weiterer sich positiv auswirkender Faktor dürfte der US-Dollar sein, der sich 2019 voraussichtlich abschwächen wird, während die Weltwirtschaft nach dem von den USA angeführten Wachstumstrend 2018 wieder ins Gleichgewicht kommt. Das Team hält die jüngste FED-Kommunikation für ausreichend expansiv und ist der Ansicht, dass die FED bei weiteren Zinserhöhungen besonders vorsichtig sein wird, was bedeutet, dass die derzeit vorgesehenen zwei Anhebungen nicht unbedingt 2019 stattfinden müssen. Wann sie stattfinden werden, wird sowohl von der US-amerikanischen wie auch von der globalen Wirtschaft im Jahr 2019 abhängen. Bereits vor einem Jahr hatte das Team prognostiziert, dass die Zinsen der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei circa 2,75-3,25 Prozent und nicht bei bis zu 4 Prozent liegen würden - wie von vielen anderen Marktteilnehmern angenommen. Da sich die Zinsdifferenz in den letzten Wochen wieder verringert hat und auch die Carry-Situation etwas weniger attraktiv geworden ist, ist das Team der Meinung, dass viele Anleger in ihrer Assetallokation in US-Dollar immer noch stark übergewichtet sind und dass dies nicht auf soliden Fundamentaldaten basiert.  

Was das für die Anleger bedeuten könnte 
Auf dieser Grundlage erwartet das Team, dass EM-Unternehmen widerstandsfähiger sein werden – auch in einem Bärenmarkt – als ihre High Yield-Peers in den USA und der EU und diese voraussichtlich übertreffen werden. Der beschriebene Ausblick führt sie auch zu der Ansicht, dass Kreditanleihen in Bezug auf Risiko-Ertrag eine viel attraktivere Anlageklasse sind als Aktien – immer vorausgesetzt, dass Anleger über fundiertes Wissen verfügen und eine gute Auswahl treffen.

Das Team hat seine Expertise durch 20 Jahre Erfahrung in der Branche gewonnen und ausgebaut und die Früchte sieht man in den attraktiven Renditen der zwei von ihnen betreuten Fonds. Der MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced C (ISIN LU0816909955) erzielte in den letzten 3 Jahren eine annualisierte Performance von 8,2 Prozent und verfügt derzeit über eine attraktive Kreditmarge von 730 Basispunkten, während die Investment Grade Corporate Kreditmarge im Portfolio einen Spread von deutlich über 300 Basispunkten aufweist. Im Vergleich dazu liegt JPM CEMBI Investment Grade derzeit bei 240 Basispunkten. Der MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund C (ISIN LU106198454545) erzielte über drei Jahre eine annualisierte Performance von 9,4 Prozent und verfügt derzeit über eine Kreditmarge von fast 1000 Basispunkten.

Auch im Bezug auf die allgemeine Bewertung sind die aktuellen Renditen (Yield to Worst) der Portfolios der beiden Fonds mit über 9,8 Prozent Renditen (YTW) und einer Kreditmarge von 730 Basispunkten im MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und über 12 Prozent im MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund äußerst attraktiv.

  MainFirst unter Top 5 der absatzstärksten Fondsanbieter laut BVI-Statistik
  Welche Unternehmen sind die Gewinner, wenn sich der technologische Fortschritt exponentiell beschleunigt?

Heutzutage bestehen keine Zweifel daran, dass sich mit großen Technologieunternehmen wie Alphabet, Amazon oder Apple attraktive Renditen erzielen lassen. Sie wachsen schnell – bisweilen scheinbar exponentiell. Aber wird dies so weitergehen? Und welche Unternehmen profitieren von den erzielten Fortschritten?

  Positive Fundamentaldaten sorgen für attraktive Renditen in Schwellenländern

Die Fundamentaldaten der Schwellenländer sind positiv und engagierte Experten können von attraktiven Kaufgelegenheiten profitieren, so Thomas Rutz, Fondsmanager für Schwellenländer bei MainFirst.

Die Fundamentaldaten der Schwellenländer sind heute wesentlich robuster als in der Vergangenheit. Obwohl Unsicherheiten im Zusammenhang mit Handelszöllen, der Stärkung des US-Dollar und den Twitter-Tiraden von Donald Trump jüngst für Marktkorrekturen sorgten, sind die Schwellenländer gegenüber solchen Faktoren deutlich weniger anfällig als während der Phase des „Taper Tantrum“. 

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier. 

  Was haben eine Waage und der MainFirst Global Dividend Stars gemeinsam?

Die optimale Balance für attraktive Ergebnisse.

Um attraktive Ergebnisse für Anleger zu erzielen, nutzt der MainFirst Global Dividend Stars einerseits die Barbell-Strategie für ein ausgewogenes Portfolio und setzt andererseits auf hohe Qualität und Nachhaltigkeit bei den Dividendenrenditen. Der Fonds investiert benchmarkfrei und global in Unternehmen, die durch einen eingehenden Analyseprozess ausgewählt werden. Dies hat ihn zum Ende des Jahres 2017 zum besten Fonds seiner Kategorie gemacht (Platz 1 bei Morningstar von 489 Fonds der Kategorie Aktien weltweit dividendenorientiert nach EUR denominiert. Stand 31.12.2017). 

Die Barbell-Strategie für einen ausgewogenen Investmentansatz 
Zentraler Ansatz für den Dividendenfonds ist die Barbell-Strategie, bei der etablierte Large Caps auf der einen Seite mit Small und Mid Caps (derzeit mit 46 Prozent) auf der anderen Seite so zusammen gemischt werden, so dass insgesamt ein balanciertes, attraktives Rendite-Risiko-Ergebnis für Anleger erzielt werden kann.
Die beiden Arten von Investitionen, die sich im MainFirst Global Dividend Stars die Waage halten, sind auf der einen Seite defensive, solide, relativ zyklusunabhängige Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung wie Konsumgüterhersteller und Versicherungsunternehmen, die Stabilität in das Portfolio bringen. Auf der anderen Seite stehen kleinere Unternehmen, die hohe Ertrags- und Dividendenchancen bieten. Letztere sind häufig familiengeführte internationale Nischenmarktführer (INMF), die sich auszeichnen durch ihre führende Marktposition, ihr hohes Wachstumspotenzial und ihre starken Bilanzen und Profitabilität sowie hohe Managementqualität.

Dividenden 2.0 für kontinuierliche, attraktive Renditen 
Gleichzeitig geht es bei Auswahl der Aktien um eine hochwertige Qualität der Dividenden, damit die Renditen möglichst attraktiv und nachhaltig sind. Diese finden sich vor allem da, wo auf robuste Geschäftsmodelle gesetzt wird. Im Auswahlprozess, der über verschiedene Regionen und Sektoren durchgeführt wird, werden Unternehmen detailliert bottom-up analysiert. Dabei stehen auch hier neben der Qualität der Dividenden Kriterien wie die Bilanzstärke, sturkturelle Profitabilität, Substanz und das Wachstumspotenzial im Vordergrund.

Starke Unternehmen für gute Performance 
Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen, sind auf der defensiven Seite Werte wie Tiffany oder Occidental und auf der INMF-Seite Sixt, Sika und Washtec.
Tiffany ist als amerikanischer Juwelier weltbekannt. Das Unternehmen besteht seit nun gut 180 Jahren und hat in dieser Zeit immer wieder erfolgreich mit innovativen Ideen von sich reden gemacht, Herausforderungen erfolgreich gemeistert und ist beständig weiter gewachsen. Seit der Einsetzung Alessandro Bogliolos als CEO im Oktober 2017 sind die Absatzzahlen stark gestiegen. Im ersten Quartal 2018 konnten die Nettoverkäufe einen Anstieg von 15 Prozent verbuchen, was nicht zuletzt auf den Erfolg in China und Japan zurückzuführen ist. Insgesamt stiegen die Quartalsgewinne um 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei sich auch die Steuerreform von Präsident Trump hier positiv ausgewirkt hat.
Ein Beispiel für einen internationalen Nischenmarktführer ist das Unternehmen Sixt. Die Mobilitätsfirma macht seit Jahren immer wieder Schlagzeilen zu hohem Wachstum. Im Jahr 2017 betrug der Konzernüberschuss 204 Mio. Euro, was einem Wachstum von 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Ein weiterer internationaler Nischenmarktführer ist das Unternehmen Washtec, welches Komplett- und Servicelösungen im Bereich Fahrzeugwäsche anbietet. Das Unternehmen konnte im Jahr 2017 ein Umsatzwachstum von 14 Prozent verbuchen. Auch ein gutes Beispiel für einen INMF ist Sika mit Hauptsitz in der Schweiz, welches weltweit tätig ist und sich auf die Herstellung verschiedener chemischer Produkte zum industriellen Kleben, Dichten und Verstärken spezialisiert hat. Im Jahr 2017 ist das Unternehmen um 9 Prozent gewachsen, wobei das Konzernergebnis um über 14 Prozent gesteigert werden konnte. Besonders im Zentrum steht bei Sika die Weiterentwicklung durch Forschung, um ein jährliches Wachstum von 6 bis 8 Prozent bis 2020 zu erzielen.

Attraktive Ergebnisse
Mit dieser Strategie konnten die Fondsmanager Thomas Meier und Christos Sitounsis im MainFirst Global Dividend Stars seit seiner Auflage vor fast 3 Jahren eine kumulierte Wertentwicklung von 21,8 Prozent verbuchen. Dies entspricht einer Outperformance der Benchmark MSCI World High Dividend Yield Net Return EUR von 7,5 Prozent (Stand: 31.05.2018, ISIN LU1238901596). Die zweimal jährlich stattfindenden Dividendenausschüttungen betrugen seit Auflage durchschnittlich 3,5 Prozent.

  Mit nachhaltigen Trends attraktive Renditen erzielen

Anleger stehen immer wieder vor großen Herausforderungen. Angesichts der stetig niedrigen Zinsen und der Wahrscheinlichkeit, dass diese in den nächsten Jahren auch nicht wieder auf frühere Niveaus zurückgehen werden, suchen Anleger nach Alternativen. Eine gute Möglichkeit sind hier Multi-Asset-Fonds mit fundierter Investmentstrategie. Der MainFirst Absolute Return Multi Asset, geleitet von Adrian Daniel, setzt auf eine nachhaltige Investmentstrategie, die zum Ziel hat, eine Rendite von mindestens 5 Prozent bei angemessener Volatilität zu erzielen. Dies ist seit Auflage (30.04.2013) mit einer annualisierten Wertentwicklung von 5,68 Prozent bei einer durchschnittlichen Volatilität von 5,1 Prozent auch gelungen (Stand 29.03.2018, Anteilsklasse C, ISIN LU0864714935).    

Der Investmentansatz von Adrian Daniel und seinem Team setzt vor allem auf langfristige, strukturelle Trends wie Digitalisierung und Automatisierung. Diese bringen einerseits ein hohes Wachstumspotential mit sich und andererseits sind solche strukturellen Entwicklungen deutlich aussagekräftiger als makroökonomische Zyklen. Denn je mehr sich die genannten Technologien weiterentwickeln, desto stärker nehmen sie wiederum Einfluss auf übliche makroökonomische Daten, die von den Kapitalmärkten für ihre Anlagestrategie bewertet werden. So kann das Team anhand detaillierter Analysen besonders früh in neue Entwicklungen einsteigen und besonders attraktive Renditen mitnehmen.

Die Digitalisierung hat in vielen Geschäftsbereichen große Veränderungen bewirkt. Amazon hat ein großes E-Commerce-Imperium aufgebaut und damit den etablierten Einzelhandel nachhaltig verändert. Google und Facebook haben durch ihre digitalen Online-Plattformen zur Vernetzung von Menschen und Nachrichten Informationsstrukturen verändert. Das hat auch zu großen Änderungen auf den Kapitalmärkten geführt, so dass viele digitale Unternehmen (wie Apple oder Alphabet) heute die höchste Marktkapitalisierung aufweisen.

Ähnlich durchbricht die fortschreitende Automatisierung verschiedene Ebenen. Hierzu gehört das Gefüge des Lohn-Preis-Niveaus. Während gering qualifizierte Arbeitskräfte eher weniger verdienen, steigen die Löhne qualifizierter Arbeitskräfte. Gleichzeitig generieren Unternehmen mit Hilfe der Automatisierung höhere Einnahmen. Die höhere Produktivität bei niedrigeren Kosten ermöglicht es, mehr Gewinn zu erwirtschaften oder neue Geschäftsbereiche aufzubauen. Nachhaltige Wertsteigerung findet sehr stark in innovativen Geschäftszweigen statt. Investition in Unternehmen, die strukturelle Trends vorantreiben, hat dadurch auf der Aktienseite des Fonds signifikant zur Performance über die letzten Jahre beigetragen.

Doch auch bei Anleihen gilt es langfristig zu denken und dabei die Geschäftsmodelle der Emittenten auf strukturelle Veränderungen und disruptive Technologien zu analysieren. So galt z. B. Toys R Us Anfang des Jahrtausends noch als Vorzeigeunternehmen im Kreditmarkt und musste kürzlich aufgrund des Wettbewerbs durch E-Commerce Insolvenz anmelden. Solche Risiken gilt es frühzeitig zu erkennen. Mit der weitsichtigen Perspektive werden zudem übergeordnete Entwicklungen für die Zinsmärkte, wie die geringe Kerninflation, trotz der Diskussion um ein baldiges Ende des Anleiheaufkaufprogramms der EZB nicht außer Acht gelassen. Während die Durationen im Fonds am Jahresanfang aufgrund der attraktiven Renditemöglichkeiten auf 4,8 Jahre verlängert wurden, sind sie nun wieder bei unter 4 Jahren. Insgesamt werden im Portfolio ca. jeweils 30 Prozent Unternehmens- und 20 Prozent Staatsanleihen gehalten, um auch hier ein optimales Chance-Risiko-Profil zu erreichen.  

Diese Mischung aus einem flexiblen Ansatz und der Konzentration auf langfristig geltende strukturelle Trends kann Anlegern in Europa eine interessante Anlagemöglichkeit bieten. Denn Faktoren wie Digitalisierung und Automatisierung sind neben den Veränderungen in der Demographie wichtige Gründe für die niedrige Kerninflation in der Eurozone. Auch angesichts der erwähnten niedrigen Zinsen bietet die Anlage in den global anlegenden MainFirst Absolute Return Multi Asset also eine attraktive Renditequelle für risikobewusste Investoren.

  In die globalen Unternehmen der Zukunft investieren

Der MainFirst Global Equities Fund investiert in globale Unternehmen, die strukturelle Trends anführen und hohe Wachstumsraten verzeichnen. Mit diesem Ansatz hat er seit seiner Auflegung vor fast fünf Jahren eine Performance von 132 Prozent erzielt und den MSCI World in Euro um 51 Prozent outperformt. [1]

Der Ansatz des Global-Equity-Teams um Frank Schwarz besteht darin, globale Unternehmen zu suchen, die langfristig – d. h. über sieben Jahre oder mehr – das höchste Wachstumspotenzial haben. Das Team ist nicht auf kurzfristige Sektorrotationen fokussiert und lässt geringfügigere und kurzfristige Schwankungen der Aktienmärkte außer Acht. Es untersucht vielmehr, welche strukturellen Trends mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zukunft gestalten werden, und somit, welche Unternehmen wahrscheinlich eine Vorreiterrolle bei der Förderung und Entwicklung dieser Trends spielen. Drei dieser bedeutenden Trends sind E-Commerce, digitale Werbung und künstliche Intelligenz (KI).

Die weltweite Wachstumsrate von E-Commerce für 2018 wird auf 21 Prozent geschätzt. Die beiden größten Unternehmen sind Amazon in den USA und Alibaba in China. 
Die Marktdurchdringung von Amazon in den USA liegt derzeit bei 42 Prozent des Onlineumsatzes und 4 Prozent des gesamten Einzelhandelsumsatzes, und die Plattform ist weltweit (China ausgenommen) die Nummer eins. Beide Unternehmen entwickeln beständig ihre Produktpalette weiter und nutzen Daten, um auf neue Entwicklungen und Trends zu reagieren und damit ihre Stellung als Branchenführer zu festigen. Der gesamte Nettoumsatz von Amazon im Jahr 2017 belief sich auf fast 178 Mrd. USD gegenüber knapp 136 Mrd. USD im Jahr 2016. Wenngleich Amazon eine Reihe von eigenen Produkten wie Werbung, Amazon Web Services, und den Amazon Echo hat, entfiel der größte Teil des Nettoumsatzes im Jahr 2017 auf den Online-Verkauf von Einzelhandelsprodukten.[2] Schätzungen zufolge wird sich die prognostizierte Bewertung für 2019 auf das 7-fache des Bruttobetriebsgewinns und auf das 2,5-fache der Umsatzerlöse belaufen. 
Alibaba hatte bereits 2014 eine Marktdurchdringung von 80 Prozent im chinesischen E-Commerce und einen Anteil von 10 Prozent am gesamten Einzelhandel.[3] Sein Gross Merchandising Value wuchs 2017 um 22 Prozent auf 547 Mrd. USD in China. Die hohe Wachstumsrate des Unternehmens wird sich voraussichtlich über die kommenden Jahre halten, da es weiter in sein Einzelhandels-, Cloud- und Finanzgeschäft investiert.

2016 überstieg der Umsatz mit digitaler Werbung zum ersten Mal den von TV-Werbung. Allein in den ersten sechs Monaten von 2017 verzeichnete digitale Werbung ein Wachstum von 23 Prozent im Jahresvergleich auf 40 Mrd. USD. 
Facebook erzielte 2017 einen Umsatz mit Werbung in Höhe von 40,7 Mrd. USD im Vergleich zu 27,6 Mrd. USD im Jahr 2016.[4] Facebook hat derzeit insgesamt 2,1 Mrd. Nutzer, WhatsApp 1,5 Mrd., Messenger 1,3 Mrd. und Instagram 0,8 Mrd. – wobei Instagram die höchste Wachstumsrate hat. 
Auch Tencent, der Betreiber eines sozialen Netzwerks in China, der für seinen Mitteilungsdienst WeChat bekannt ist, verfügt über ein schnell wachsendes Geschäft mit Online-Werbung. 2017 wies das Unternehmen einen Umsatzanstieg für das dritte Quartal von 61 Prozent aus, sein Umsatz mit Online-Werbung stieg um 48 Prozent, und diese Wachstumsrate wird sich wahrscheinlich fortsetzen, da das Unternehmen Marktanteile hinzugewinnt.[5] 

Ein weiterer Trend, der sich immer mehr zu einer langfristigen fundamentalen Größe etabliert, ist KI. Während der weltweite Umsatz mit KI-Chips 2016 noch bei 3,2 Mrd. USD lag, geht man davon aus, dass er bis 2025 auf fast 90 Mrd. USD steigen wird.[6]  
Nvidia, bekannt als Hersteller von Grafikkarten, die ursprünglich nur für Gaming-Anwendungen konzipiert waren, hat eine Diversifizierung in KI-optimierte Computer-Chips vollzogen, die jetzt auch für Datenzentren zur Verfügung stehen und einen schnell wachsenden Anteil des Geschäfts ausmachen. Der Umsatz der Datenzentren machte im letzten Quartal 2017 rund 20,8 Prozent aus (gegenüber 13,6 Prozent im Vorjahr), was bedeutet, dass dieses Geschäftsfeld im letzten Quartal 2017 im Jahresvergleich ein Wachstum von 104 Prozent verzeichnet hat. Man geht davon aus, dass diese hohen Wachstumsraten anhalten werden. 
Keyence ist ein wichtiger Akteur im Bereich künstliche Intelligenz und Robotik und stellt hochentwickelte Sensoren für Automatisierungsanwendungen her sowie Barcode-Leser und digitale Mikroskope. Das Unternehmen profitiert stark vom Boom in der Industrieautomatisierung und vom Bedarf des „Internet der Dinge“ an Sensoren und Konnektivität. Zudem produziert es 3-D-Sichtsysteme, ein Segment, das jährlich um 30 Prozent wächst.[7] Seine Umsatzerlöse wuchsen über das Jahr 2017 um fast 22 Prozent, und der Nettogewinn stieg um 30 Prozent.[8] 

Strukturelle Trends, die mit diesen oder vergleichbaren Raten wachsen, sind der Grund für die Wahl dieses Ansatzes, um attraktive Renditen für Anleger zu erzielen, was seit der Auflegung des MainFirst Global Equities Fund C am 1. März 2013 zu einem Alpha von 51 Prozent gegenüber dem MSCI World Index geführt hat.

 


[1] *MainFirst Global Equities Fund C, ISIN: LU0864710602, Stand: 31.01.2018.

[2] https://www.statista.com/statistics/266282/annual-net-revenue-of-amazoncom/ 

[3] https://www.forbes.com/sites/quora/2014/05/08/how-did-alibaba-capture-80-of-chinese-e-commerce/#60fe02759edd

[4] https://www.statista.com/statistics/277229/facebooks-annual-revenue-and-net-income/ 

[5] http://adage.com/article/digital/tencent-quarterly-sales-jump-61-boosted-ads-a-hit-mobile-game/311315/

[6] https://www.tractica.com/newsroom/press-releases/artificial-intelligence-software-market-to-reach-89-8-billion-in-annual-worldwide-revenue-by-2025/  [7] https://www.barrons.com/articles/keyence-leading-japans-new-wave-of-tech-giants-1515815938

[8] Quelle: Bloomberg

 

 

  Das MainFirst Multi Asset Team informiert - der Jahresrückblick 2017

Die Fondsmanager des MainFirst Absolute Return Multi Asset und des MainFirst Global Equities Fund blicken normalerweise mehrere Jahre in die Zukunft, um wertvolle Ideen für ihre Kunden zu entwickeln. Heute nehmen sie jedoch einmal eine andere Perspektive ein und richten ihren Blick zurück auf das Jahr 2017.