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  Was bedeutet Chinas Kurs für europäische Investoren?

China war 4000 Jahre lang das am weitesten entwickelte Land der Welt. Nur in den letzten 400 Jahren war dies nicht der Fall. Doch in den letzten 40 Jahren hat China wieder stark aufgeholt und die westliche Welt in vielen Bereichen bereits überholt. Die Frage, die sich viele Investoren stellen, ist, wie sie von dieser Entwicklung profitieren können. Mit anderen Worten, wie können Investoren beurteilen, welche Veränderungen derzeit das größte Wachstumspotenzial bieten und wie lassen sich hier Renditen erzielen. Um diese Frage zu beantworten, hat das Team um Frank Schwarz bei MainFirst dazu strukturelle Trends genrell, spezifische chinesische Entwicklungen und die strategische Ausrichtung des Landes analysiert, um auf dieser Basis die besten Investitionsentscheidungen treffen zu können. Einige interessante Trends sehen sie in den Bereichen der Stromerzeugung und dem Konsum.

Strategie, Innovation und Energie 
Das Reich der Mitte ist für seine langfristige, strategische Planung bekannt. Sein erklärtes strategisches Ziel bis 2025 ist es, die chinesische Industrie zu stärken, die Produktqualität zu verbessern sowie die Automatisierung und Digitalisierung voranzutreiben. Um seine strategischen Ziele als weltweit führender Hersteller von beispielsweise elektrischen Stromversorgungen zu erreichen, investiert der chinesische Staat jährlich gut 2 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in innovative Projekte wie alternative Energieformen. Im Rahmen dieser strategischen Ausrichtung ist die Verzehnfachung der Zahl der Patentanmeldungen aus China in den letzten zehn Jahren zu sehen, da dies ein klares Zeichen für Chinas größere Innovationskraft und strategische Positionierung zur Erreichung seiner langfristigen Ziele ist. 

Strukturelle Trends bei der Energieerzeugung 
Die Zeitspanne zwischen Erfindung sowie Patentanmeldung und der kommerziellen Umsetzung kann einige Zeit in Anspruch nehmen. So wurde beispielsweise die Technologie zur Energiespeicherung mit Lithium-Ionen-Batterien vor rund 80 Jahren erfunden. Aber erst etwa 2005 war sie soweit, dass die Batterien kostengünstig genug produziert werden konnten und somit immer umfangreicher eingesetzt werden können. Seitdem sind die Produktionskosten weiter rapide gesunken: Allein zwischen 2005 und 2017 verringerte sich der Preis um den Faktor 6 (von ca. 1300 auf 209 US-Dollar). Dies ermöglicht es Unternehmen, Lithium-Ionen-Batterien auf vielfältige neue Arten einzusetzen. 

Tesla ist ein bekannter Name, der sich diesen Fakt zunutze macht und die Technologie nicht nur für seine Elektromotoren nutzt, sondern sie auch eingesetzt hat für den Bau der Hornsdale Windfarm in Südaustralien, die eine Entladekapazität von 100MW und eine Energiespeicherkapazität von 129MWh hat und damit die größte Batteriespeicheranlage weltweit ist. Die Implikationen dieses Trends sind enorm, denn erneuerbare Energien haben den unglaublichen Vorteil, dass – sobald die Infrastruktur einmal geschaffen wurde – die Energiegewinnungskosten gegen Null gehen.

Energie- und sonstiger Konsum in China 
China folgt diesem Beispiel und beginnt, die Möglichkeiten von Lithium-Ionen-Batterien auf vielfältige Weise zu entwickeln und zu nutzen. Derzeit werden Batterieproduktionsanlagen für Elektroautos gebaut, so dass China bis 2021 voraussichtlich 70 Prozent der weltweiten Produktion von Elektrofahrzeugbatterien produzieren wird. Anfang 2019 begann auch der Bau der ersten Gigafactory für Batterien in China. Angesichts des anhaltenden Wachstums Chinas ist die Suche nach neuen Wegen der Energiegewinnung dringend notwendig, unter anderem um den wachsenden Strombedarf des Landes zu decken. Bis 2030 werden wahrscheinlich etwa 9 der 15 größten Städte der Welt chinesisch sein. Diese Entwicklungen erfordern enorme Investitionen in die Stromerzeugung.

Gleichzeitig wird auch die Kaufkraft der Chinesen weiter wachsen, denn allein in China wird das Volumen des Privatvermögens in den nächsten 10 Jahren um bis zu 180 Prozent auf fast 70 Billionen US-Dollar steigen, direkt an zweiter Stelle nach den USA, die ein geschätztes Privatvermögen von 75 Billionen US-Dollar erreichen werden. Das sind Entwicklungen, die das Wachstum nicht nur im Energiesektor, sondern auch in anderen Bereichen wie Finanztransaktionen oder Luxusgütern ankurbeln werden. Von diesem Wachstum werden Unternehmen wie Alibaba und Tencent, aber auch internationale Luxusgüterhersteller wie LVMH, Kering und Canada Goose profitieren.

Im MainFirst Global Equities Fund und im MainFirst Global Equities Unconstrained Fund nutzen Frank Schwarz und sein Team solche Entwicklungen, um attraktive Renditen für Investoren zu erzielen. Der MainFirst Global Equities Fund hat seit seiner Auflage vor sechs eine jährliche Performance von fast 14 Prozent erzielt (ISIN LU0864710602, Stand 28.02.2019).

 

 

  Renditeproblem Niedrigzinsumfeld – bieten Dividendenaktien einen Ausweg?

In einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld stellen Dividendenaktien eine wesentliche Komponente zum Erhalt der realen Kaufkraft und Erzielung einer positiven Rendite nach Inflation dar. Dividendenwerte ermöglichen Anlegern an breiten Aktienmarkt zu partizipieren und an kontinuierlichen Ausschüttungen teilzuhaben.

Niedrigzinsumfeld und Inflation ergeben eine toxische Mischung für deutsche Investoren
Die realen Renditen, d.h. die Zinserträge nach Abzug der Inflationsrate, der Anleger in Europa werden in Zukunft bei knapp null Prozent liegen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie des unabhängigen Finanzdienstleisters MainFirst. Thomas Meier, Head of Equity Fund Management bei MainFirst, beschreibt diesen Trend als beunruhigend. So zeigen Berechnungen der Bundesbank, dass die Vermögensallokation der privaten Haushalte in Deutschland in den letzten zehn Jahren einen durchschnittlichen bereinigten Wertzuwachs von 1,4 Prozent pro Jahr ermöglicht hat. In den letzten 20 Jahren hat die Wertsteigerung sogar 2,6 Prozent pro Jahr betragen. Allerdings können solche Renditen heute mit einem durchschnittlichen deutschen Portfolio aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase nicht mehr erreicht werden. Daher muss die Assetallokation neu gewichtet werden – wenn das Geld nicht wegschmelzen soll. 

Der Ausweg aus dem Dilemma: Dividendenaktien 
Um heute attraktive Renditen erwirtschaften zu können, müssen Investoren ihre Einschätzung überdenken. Höhere Renditen können Anleger nur durch eine veränderte Portfolioallokation abseits von Bargeld, Versicherungen, Pensionsrückstellungen und ähnlichen Anlagen erzielen – ein Anteil, der in deutschen Portfolios derzeit durchschnittlich 77 Prozent beträgt. Mit anderen Worten, ohne eine deutliche Erhöhung der Eigenkapitalkomponente, die langfristig nach wie vor das attraktivste Wertentwicklungspotenzial aufweist, werden die Anleger ihre Sparziele nicht erreichen können.

Ein besonders hohes Renditepotenzial bieten Dividendenaktien, da hier in den letzten Jahren höhere Ausschüttungsquoten zu beobachten waren. Im Jahr 2018 beliefen sich die Ausschüttungen in Deutschland erstmals auf mehr als 50 Milliarden Euro. Trotz des schwierigeren Umfelds gehen die aktuellen Schätzungen von weiteren Steigerungen für 2019 aus. Anleger sollten daher bei der Auswahl der Aktien auf die Qualität der Dividenden achten, damit die Renditen so attraktiv und nachhaltig wie möglich sind. Solche Dividendenaktien finden sich vor allem dort, wo robuste Geschäftsmodelle platziert sind. Der MainFirst Global Dividend Stars ist ein Beispiel für einen Fonds, der Aktien mit hochwertigen, nachhaltigen Dividenden im Portfolio hat.

Gezieltes Investment in hochwertige Dividendenaktien 
Die Fondsmanager des MainFirst Global Dividend Stars, Thomas Meier und Christos Sitounis, setzen auf eine gezielte Aktienauswahl. Sie investieren unabhängig von der Benchmark in Unternehmen mit überdurchschnittlicher Dividendenqualität. Entscheidend ist nicht die Höhe der Dividende, sondern die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen. Nach Ansicht der Fondsmanager finden sich solche Dividendenausschüttungen vor allem dort, wo sich robuste Geschäftsmodelle mit starken Bilanzen, hoher struktureller Profitabilität und solider Substanz finden. Neben etablierten, defensiven Large Caps werden dynamischere Small und Mid-Caps mit höherem Wachstumspotenzial ins Portfolio genommen, um ein ausgewogenes, attraktives Risiko-Rendite-Profil für Investoren zu erzielen. Die Nachhaltigkeit der Dividendenzahlungen suchen sie zu gewährleisten, indem geprüft wird, inwieweit die Zahlungen durch die Geschäftsentwicklung und die Erreichung eines positiven freien Cashflows gedeckt sind. Schließlich wird ein Unternehmen auf der Grundlage von Bewertungskennzahlen im Peer-Group-Vergleich analysiert. Hat ein Wertpapier dieser umfangreichen Prüfung standgehalten, wird es in der Regel langfristig in das Portfolio aufgenommen. Das Team verfolgt neben Einzelentwicklungen kontinuierlich rund 600 Unternehmen weltweit, wobei der direkte Firmenkontakt im Mittelpunkt des Analyseprozesses steht. Das Management führt insgesamt ca. 300 Sitzungen pro Jahr durch, hauptsächlich mit Entscheidungsträgern von Unternehmen.

Der MainFirst Global Dividend Stars ist somit ein aktiv gemanagter Fonds mit einer bottom-up-gesteuerten Aktienauswahl. Der Fokus liegt auf substanziellen Dividendentiteln und der konsequenten Beimischung von wachstumsstarken Small und Mid-Caps. Nicht nur angesichts des niedrigen Zinsumfelds bietet er eine attraktive Alternative zu Spareinlagen. 

  MainFirst Bank AG wird Listing Sponsor der Euronext Paris

Frankfurt am Main, 23. Januar 2019 – Die MainFirst Bank AG, eines der führenden europäischen Aktienresearch- und -handelshäuser, feiert heute seine Akkreditierung als Listing Sponsor der Euronext bei einer Bell Ringing Ceremony in Paris. In dieser Funktion begleitet die MainFirst Bank AG Unternehmen aller Größen, die an der Euronext gelistet werden wollen, vor und nach ihrem Börsengang. Als Listing Sponsor unterstützt die MainFirst Bank AG Unternehmen beispielsweise dabei, den am besten geeigneten Markt zu evaluieren und die regulatorischen Herausforderungen, die durch einen Börsengang anfallen, zu bewältigen. Auch im Anschluss eines Börsengangs steht die MainFirst Bank AG den Unternehmen beratend zur Seite, unterstützt sie bei der Einhaltung der gesetzlichen und behördlichen Auflagen sowievertraglicher Verpflichtungen und dient als Hauptansprechpartner für die Euronext.

„Wir freuen uns sehr, dass wir als Listing Sponsor von der Euronext Paris akkreditiert wurden“, sagt Ebrahim Attarzadeh, Vorstand bei der MainFirst Bank AG. „Die Berufung als Listing Sponsor beweist erneutunsere große Kompetenz in allen Fragen des Kapitalmarktgeschäfts.“ Voraussetzungen für eine Akkreditierung als Listing Sponsor der Euronext sind unter anderem eine umfassende Expertise in derBeratung von Unternehmen in Bezug auf ihre Kapitalstruktur und -strategie, ein nachweisbarer TrackRecord bei Aktientransaktionen, qualifiziertes und erfahrenes Personal sowie die Einhaltung bestimmterCompliance-Richtlinien.

„Es ist uns eine Ehre, dass wir als Listing Sponsor der Euronext zukünftig noch enger Seite an Seite mit Unternehmen auch in den Kernmärkten der Euronext zusammenarbeiten werden, um gemeinsam mit ihnenpassende Kapitalmarktstrategien zu entwickeln und ihren Börsengang zu begleiten“, so Attarzadeh. „Die Akkreditierung als Listing Sponsor an der Euronext korrespondiert mit unserer Wachstumsstrategie in Europa. Mit der Übernahme des institutionellen Brokerage-Geschäfts in europäischen Aktien von Raymond James in Paris und London bauen wir unsere Distribution- und Researchstärke weiter aus. Zudem wollen wir nach dem geplanten Kauf der MainFirst Bank AG durch Stifel die Bereiche Fusionsberatung, Fixed Income und Debt Capital Markets ausweiten“, betont Attarzadeh.

Im Dezember übernahm die MainFirst Bank AG das institutionelle Brokerage-Geschäft in europäischen Aktien von Raymond James in Paris und London. Für das ersten Quartal 2019 ist zudem der Abschluss der Fusion mit der führenden mittelständischen Full-Service-Investmentbank Stifel Europe geplant. Durch den Zusammenschluss entsteht eine paneuropäische Plattform mit tiefgehender lokaler Expertise und Vertriebsstärke für die wichtigsten europäischen Märkte. Zudem wird die MainFirst Bank AG das erfolgreiche Aktienemissionsgeschäft von Stifel um beträchtliche Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten erweitern.

  Finanz'19
Hohes Renditepotential mit Emerging Market High Yield Bonds

Mittwoch, 23. Januar 2019, 15:00 - 15:45 Uhr

SEMINARRAUM ІІ, Zürich-Oerlikon, Stage One

Referent(en): Thomas Rutz

Da grosse Positionen in US-Dollar, Aktien und Industrieländeranleihen sich erholen, dürften die daraus resultierenden Zuflüsse in Schwellenländer zu einem wesentlich stärkeren Wachstum führen. Wir gehen davon aus, dass sich der US-Dollar abschwächt und US-Aktien und Industrieländeranleihen underperformen werden, da die Konjunktur hier bereits spätzyklisch ist.

Im Gegensatz dazu befindet sich der EM-Zyklus in einem frühen Stadium, und die Vermögenswerte dürften somit outperformen: Verwerfungen in Schwellenländerwährungen, attraktive Kreditspreads und höhere Rohstoffpreise bieten ein gutes Umfeld für neue Investitionsmöglichkeiten und attraktive Anlagechancen in wachstumsstarken Sektoren.

Der MainFirst EM Credit Opportunities Fund bietet eine stark diversifizierte Mischung aus unter Druck stehenden Hochzinsanleihen und Rohstoffen, der von einem Expertenteam mit nachweislichem Track Rekord verwaltet wird und sich eines strengen Bottom-up-Prozesses für die relative-value-basierte Auswahl der Positionen bedient. Die annualisierte Performance über drei Jahre betrug 9,37 Prozent (per 28. Dezember 2018, ISIN: LU1061984545).

  AUSBLICK 2019: ATTRAKTIVES WACHSTUMSPOTENZIAL IN SCHWELLENLÄNDERN

Das MainFirst Emerging Markets Team geht davon aus, dass Schwellenländer angesichts der weiterhin gesunden Weltwirtschaft stärker wachsen werden als Industrieländer

Starke Fundamentaldaten deuten auf Performancepotenzial von Schwellenländern hin 
Unternehmensanleihen aus Schwellenländern dürften in den kommenden Jahren solide Renditen liefern, da die Fundamentaldaten der Emerging Market (EM) Unternehmen nach wie vor stark sind und somit Aufwärtspotenzial haben. Denn sie sind deutlich weniger verschuldet und haben daher mehr Handlungsspielraum als Unternehmen in entwickelten Ländern. So weisen beispielsweise Anleihen im JP Morgan Corporate Emerging Market Bond Index (CEMBI) ein identisches Risiko-Ertragsprofil auf wie Hochzinsanleihen in USD und in EUR. Darüber hinaus befinden sich die Schwellenländer im Gegensatz zu den Industrieländern noch in einem frühen Zyklus oder höchstens in der Mitte des Zykluses und haben auch deshalb noch ein hohes Wachstumspotenzial. Dies macht viele Unternehmensanleihen aus Schwellenländern besonders attraktiv.

Die Weltwirtschaft ist auch trotz der zuletzt eingetretenen Verlangsamung des Wachstums noch recht gesund. Daher erwartet das MainFirst Emerging Markets Fondsmanagementteam, bestehend aus Cornel Bruhin, Dorothea Fröhlich und Thomas Rutz, in den nächsten 12-18 Monaten keine Rezession. Vielmehr gehen sie davon aus, dass sich der aktuelle Konjunkturzyklus fortsetzen wird – wenn auch mit einem schwächeren globalen Wachstum, dass förderliche Entwicklungen auf der Handelsebene zwischen den USA und China zum Tragen kommen werden und dass die chinesischen Lockerungsmaßnahmen bis Mitte 2019 die Realwirtschaft positiv beeinflussen dürften. Es kann zwar noch einige Monate dauern bis diese Stabilisierung sichtbar wird, aber auch konstruktive Ergebnisse der Handelsverhandlungen sollten einen positiven Einfluss auf diesen Trend haben. 

Die Schwellenländer stärkende Faktoren 
Im vergangenen Jahr haben die Anlagen in Schwellenländern deutlich bessere risikoadjustierte Renditen erzielt als vergleichbare Anlagen in entwickelten Märkten. So erzielten beispielsweise CEMBI Hochzinsanleihen aktienähnliche Renditen, während ihre Volatilität nur ein Drittel so hoch war. Ein vergleichbares Portfolio ohne Positionen in Schwellenländern entwickelte sich schwächer als eines mit EM-Positionen. Das MainFirst Emerging Markets Team geht davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Nach ihrer Einschätzung sind die Fundamentaldaten von EM-Unternehmen nun besser dran als zu jedem anderen Zeitpunkt seit der globalen Finanzkrise. Auch die EBITDA-Generierung war mit einem Wachstum von 27 Prozent im zweiten Quartal 2018 stark. Am wichtigsten ist, dass viele Unternehmen umsichtiger geworden sind und ihre Bilanzen sich verbessern. Das bedeutet, dass die CAPEX-Strategien im Vergleich zum vorherigen Zyklus defensiver und die Kassenbestände höher sind und dass sich die Corporate Governance verbessert hat. Insgesamt haben EM-Unternehmen aufgrund der starken EBITDA-Generierung und dem geringen Maß an Neuemissionen von Anleihen ihren Verschuldungsgrad verringern können.

Darüber hinaus sind die EM-Ausfallraten gegenüber dem Höchststand vom November 2016 deutlich gesunken, was ein klares Signal für den Beginn eines neuen Kreditzykluses ist. Der globale Wachstumstrend – auch wenn er moderater ausfällt – unterstützt weiterhin das Wachstum der Unternehmensgewinne und führt zu höheren Cash-Beständen und einer geringeren Verschuldung. Hinzukommt, dass die Rohstoffmärkte ausgewogen sind. Auch deshalb erwartet das Team, dass sich der Rohstoffzyklus fortsetzen wird und die Schwellenländer davon profitieren werden.

Ein weiterer sich positiv auswirkender Faktor dürfte der US-Dollar sein, der sich 2019 voraussichtlich abschwächen wird, während die Weltwirtschaft nach dem von den USA angeführten Wachstumstrend 2018 wieder ins Gleichgewicht kommt. Das Team hält die jüngste FED-Kommunikation für ausreichend expansiv und ist der Ansicht, dass die FED bei weiteren Zinserhöhungen besonders vorsichtig sein wird, was bedeutet, dass die derzeit vorgesehenen zwei Anhebungen nicht unbedingt 2019 stattfinden müssen. Wann sie stattfinden werden, wird sowohl von der US-amerikanischen wie auch von der globalen Wirtschaft im Jahr 2019 abhängen. Bereits vor einem Jahr hatte das Team prognostiziert, dass die Zinsen der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei circa 2,75-3,25 Prozent und nicht bei bis zu 4 Prozent liegen würden - wie von vielen anderen Marktteilnehmern angenommen. Da sich die Zinsdifferenz in den letzten Wochen wieder verringert hat und auch die Carry-Situation etwas weniger attraktiv geworden ist, ist das Team der Meinung, dass viele Anleger in ihrer Assetallokation in US-Dollar immer noch stark übergewichtet sind und dass dies nicht auf soliden Fundamentaldaten basiert.  

Was das für die Anleger bedeuten könnte 
Auf dieser Grundlage erwartet das Team, dass EM-Unternehmen widerstandsfähiger sein werden – auch in einem Bärenmarkt – als ihre High Yield-Peers in den USA und der EU und diese voraussichtlich übertreffen werden. Der beschriebene Ausblick führt sie auch zu der Ansicht, dass Kreditanleihen in Bezug auf Risiko-Ertrag eine viel attraktivere Anlageklasse sind als Aktien – immer vorausgesetzt, dass Anleger über fundiertes Wissen verfügen und eine gute Auswahl treffen.

Das Team hat seine Expertise durch 20 Jahre Erfahrung in der Branche gewonnen und ausgebaut und die Früchte sieht man in den attraktiven Renditen der zwei von ihnen betreuten Fonds. Der MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced C (ISIN LU0816909955) erzielte in den letzten 3 Jahren eine annualisierte Performance von 8,2 Prozent und verfügt derzeit über eine attraktive Kreditmarge von 730 Basispunkten, während die Investment Grade Corporate Kreditmarge im Portfolio einen Spread von deutlich über 300 Basispunkten aufweist. Im Vergleich dazu liegt JPM CEMBI Investment Grade derzeit bei 240 Basispunkten. Der MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund C (ISIN LU106198454545) erzielte über drei Jahre eine annualisierte Performance von 9,4 Prozent und verfügt derzeit über eine Kreditmarge von fast 1000 Basispunkten.

Auch im Bezug auf die allgemeine Bewertung sind die aktuellen Renditen (Yield to Worst) der Portfolios der beiden Fonds mit über 9,8 Prozent Renditen (YTW) und einer Kreditmarge von 730 Basispunkten im MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced und über 12 Prozent im MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund äußerst attraktiv.

  MAINFIRST und ETHENEA bündeln Vertriebsunterstützung in neuer Gesellschaft

Frankfurt am Main, 9. Januar 2019 Die beiden Asset Manager MAINFIRST Asset Management und ETHENEA Independent Investors S.A. bündeln ihre Vertriebsunterstützung in der neugegründeten Gesellschaft FENTHUM S.A. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg übernimmt ab sofort die Aktivitäten zur Vertriebsunterstützung beider Fondsgesellschaften.
Die Betreuung institutioneller Investoren sowie die individuelle Mandatsbetreuung für Deutschland und Österreich bleibt weiterhin bei MAINFIRST. Auf diese Weise können spezifische institutionelle Anforderungen in enger Zusammenarbeit mit dem Fondsmanagement und den dedizierten Kundenberatern einfach und effizient umgesetzt werden. 

„Mit FENTHUM gewinnen wir eine europaweite Marktpräsenz und bauen die Vorteile für unsere Kunden weiter aus, indem ein größeres Team mit starken Kompetenzen Kunden an mehr Orten intensiver betreuen kann“, sagt Oliver Haseley, Geschäftsführer der MAINFIRST Asset Management. FENTHUM übernimmt dabei ausschließlich die Vertriebsunterstützung. „Die eigenständig geführten Unternehmen MAINFIRST und ETHENEA bleiben weiterhin unabhängig und bieten ein eigenständiges, komplementäres Produktspektrum an“, so Haseley.

Neben dem optimierten Service ist auch die größere Fondspalette für die Kunden von Vorteil. „Das kombinierte Angebot von ETHENEA und MAINFIRST bietet eine breite und ausgewogene Auswahl an Portfoliolösungen für jedes Kundenprofil“, sagt Dominic Nys, Executive Director and Global Head of Business Development der FENTHUM S.A. „Mit dem größeren und breiter aufgestellten Team können wir den bestmöglichen Kundenservice bieten. FENTHUM unterstützt ETHENEA und MAINFIRST darin, Bestandskunden einen noch besseren Service bieten zu können und Neukunden durch eine attraktive Fondspalette zu überzeugen.“

Alle drei Unternehmen, MAINFIRST Asset Management, ETHENEA und FENTHUM, gehören mehrheitlich der Haron Holding. Mit Gründung der FENTHUM fokussieren sich die drei Schwesterunternehmen noch stärker auf ihr Kerngeschäft: ein breites Angebot im Bereich Asset Management mit exzellentem Service für Kunden. 

 

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  EM-Unternehmensanleihen: MainFirst rechnet für die kommenden Jahre mit soliden Renditen und sieht interessante Einstiegsmöglichkeiten

Frankfurt am Main, 13. Dezember 2018. Unternehmensanleihen aus Schwellenländern sollten in den kommenden Jahren solide Renditen erzielen. Davon ist Thomas Rutz, Schwellenländer-Experte beim unabhängigen Finanzdienstleister MainFirst überzeugt. „Die Fundamentaldaten von EM-Unternehmen sind nach wie vor stark und sie haben mehr Handlungsspielraum als Unternehmen in entwickelten Ländern“, sagt Rutz. Aus seiner Sicht sind viele Unternehmensanleihen aus Schwellenländern derzeit sehr attraktiv. Die Anleihen im JP Morgan Corporate Emerging Market Bond Index (CEMBI) zum Beispiel hätten ein identisches Risiko-Rendite-Profil wie US High Yields und EUR High Yields. Zudem hätten viele EM-Unternehmen noch Aufwärtspotenzial, da sie derzeit viel weniger ausgelastet seien. Denn im Gegensatz zu den Industrieländern sind die Schwellenländer noch frühzyklisch oder höchstens in der Mitte des Zyklus und hier besteht daher noch viel Potenzial.

Pluspunkte der Schwellenländer 
Schon rückblickend hätten Emerging Markets-Assets in Relation zu vergleichbaren Anlagen in den entwickelten Märkten deutlich bessere risikoadjustierte Renditen erzielt. So hätten CEMBI High Yields aktienähnliche Renditen erzielt, während ihre Volatilität nur ein Drittel so hoch war. Entsprechend habe ein vergleichbares Portfolio ohne Schwellenländerpositionen schwächer performt als eines mit. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren laut Rutz, der bei MainFirst den MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced sowie den MainFirst Emerging Markets Credit Opportunities Fund managt, fortsetzen. „Die EM- und Grenzmärkte sind sehr heterogen. Auch wenn einige unter Druck geraten sind, hat sich die Mehrheit der Schwellenländer als ziemlich widerstandsfähig erwiesen“, sagt Rutz. Viele von ihnen böten nun attraktive Einstiegsmöglichkeiten: „Seit Dezember 2016 war der High Yield Markt nicht mehr so günstig wie jetzt.“

Hinzu kommt, dass die EM-Ausfallraten gegenüber ihrem Höchststand im November 2016 deutlich gesunken seien – „ein Anzeichen dafür, dass wir in einen neuen Kreditzyklus eintreten“, meint Rutz. Die Bilanz vieler Unternehmen verbessere sich. Der globale Wachstumstrend stütze das Gewinnwachstum der Unternehmen und führe zu einem höheren Cash-Bestand sowie einer geringeren Verschuldung. Zudem sind die Rohstoffmärkte ausgeglichen, weshalb Rutz davon ausgeht, dass sich der Rohstoffzyklus auch fortsetzen und Schwellenländern weiteren Auftrieb geben wird.

Der Einfluss des US-Dollars ist begrenzt
Rutz hält den Einfluss des US-Dollars bei Investments in Unternehmensanleihen aus Schwellenländern für begrenzt. Zwar bleibe die Entwicklung der US-Währung ein wesentlicher Faktor für die Performance von Investments in den Emerging Markets. „Viele EM-Unternehmen sichern ihre Währungsrisiken allerdings ab oder erhalten sogar Cashflows in USD, so dass sich die Stärke des US-Dollars nur begrenzt auf die Bilanz von solchen Unternehmen in Schwellenländern auswirkt oder sogar einen positiven Effekt hat“, so Rutz. Emerging Markets-Währungen dagegen hätten seit Jahresbeginn im Schnitt um rund 14 Prozent an Wert verloren und befänden sich derzeit auf dem Niveau von Anfang 2016. Angesichts der positiven Fundamentaldaten und der breiteren realen Zinsen in den Emerging Markets im Vergleich zu Industrieländern rechnet Rutz allerdings mit einem erneuten Anstieg des Niveaus und auch damit, dass der US-Dollar nicht mehr wirklich stärker werden wird.  

Schwellenländer sind heute der diversifizierteste Anleihenmarkt 
In den vier wichtigsten EM-Benchmarkindizes für festverzinsliche Wertpapiere sind bereits mehr als 150 Einzelmärkte enthalten und hier ist noch viel Potenzial nach oben. Im Vergleich dazu gibt es in den Industrieländern maximal 144 Einzelmärkte. Mit anderen Worten: Die Schwellenländer-Märkte sind bereits die vielfältigste festverzinsliche Anlageklasse der Welt. „Die Diversifikation wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Und auch das Wachstumspotenzial ist deutlich schneller als in entwickelten Ländern. Gewusst wie, finden sich hier immer wieder attraktive Anlagemöglichkeiten,“ so Rutz. 

 

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  Fonds Professionell Kongress 2019

Treffen Sie uns beim Fonds professionell Kongress 2019, bei dem Sie persönliche Kontakte mit Investmentprofis knüpfen und interessante Vorträge hören können.

Adrian Daniel spricht dieses Jahr über das Thema:

Strukturelles Wachstum - Die Welt in 2025 
Am 30.01. um 14.55 Uhr in Saal 7.

Der MainFirst Fondsmanager erläutert wie das Fondsmanagementteam in den letzten sechs Jahren Zukunftsthemen genutzt hat, um die globalen Aktienmärkte zu schlagen und attraktive Renditen für Anleger zu erzielen. Erfahren Sie, was bis 2025 passieren könnte.

Kommen Sie auch an unserem Stand 216 vorbei, wo wir Sie gerne über unsere Produkte informieren. 

Termin und Ort:
30. und 31. Januar 2019
Congress Center am Rosengarten, Mannheim

  Indonesien – eine verkannte Perle mit viel Potenzial

Frankfurt am Main 26. November 2018 Seit der Asienkrise 1997/1998 ist das Vertrauen der Anleger in Indonesien nachhaltig getrübt. „Doch dem pauschalen Abverkauf kürzlich fehlte jede faktische Grundlage“, sagt Thomas Rutz, Fondsmanager des MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced. „Die Anleger lassen sich von ihren Ängsten leiten und nicht von den weiterhin robusten Fundamentaldaten.“ Tatsächlich verzeichnet die indonesische Wirtschaft seit 2010 ein beachtliches und kontinuierliches Wachstum von rund fünf Prozent pro Jahr und ist damit das G20-Land mit der stabilsten wirtschaftlichen Entwicklung. Auch die Inflation liegt seit 2016 recht beständig bei um die vier Prozent oder weniger. Der Grund hierfür ist vor allem ein starkes Exportgeschäft mit Rohstoffen wie Kohle, deren Preis allein 2018 um 6,6 Prozent gestiegen sind. 15 Prozent der Kohleexporte gingen in den letzten fünf Jahren nach China, was Indonesien zu einem der größten Kohlelieferanten eines Landes macht, das sie weiterhin als Hauptenergiequelle nutzt. "Der Kohlemarkt befindet sich derzeit in einem gesunden Angebots-Nachfrage-Verhältnis. Die Kohlepreise haben sich in China seit der Angebotsreform Ende 2016 deutlich erholt", erklärt Rutz. 

Interessante Relative-Value-Möglichkeiten 
Kohle bleibt auch in Zukunft einer der wichtigsten Energieträger für China und andere Schwellenländer. Damit ist die Nachfrage für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Trotz dieser positiven Branchenaussichten und verbesserter Fundamentaldaten haben indonesische Kohleförderunternehmen wie ABM Investama & Geo Energy in den letzten Monaten erheblich gelitten. Nicht zuletzt darum sieht Rutz hier erhebliches Potenzial für Anleger. Hinzu kommt: „Da die Exporte beider Unternehmen in der Regel in US-Dollar gehandelt werden, haben sie ein geringes Währungsrisiko und die Volatilität in der Indonesischen Rupiah (IDR) wirkt sich nicht negativ auf die Unternehmen aus. Im Gegenteil, sie kann sich sogar positiv auf die Gewinnmargen auswirken, da sie durch die relativ niedrigeren Betriebskosten (die in IDR gezahlt werden) steigen.“ Beide Unternehmen zeigen eine solide Performance mit steigenden EBITDA-Zahlen und moderatem Leverage. „Angesichts der Branchenaussichten und Fundamentaldaten der beiden Unternehmen erwarten wir, dass sie 80-100 Basispunkte enger als ihre Konkurrenten gehandelt werden", ergänzt Thomas Rutz.

Potenzial für weiteres Wachstum 
Die indonesische Wirtschaft hat sich im dritten Quartal gut entwickelt und wird in den nächsten Jahren voraussichtlich weiter um gut fünf Prozent wachsen. Die Auslandsverschuldung ist gering und die Staatsverschuldung beträgt nur etwa 29 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). "Mit Währungsreserven zwischen 115 und 120 Milliarden US-Dollar ist Indonesien mehr als gut aufgestellt", sagt der Fondsmanager. Darüber hinaus plant Präsident Widodo, das Wachstum durch staatliche Ausgaben weiter zu unterstützen und diese 2019 um zehn Prozent zu steigern. „In jüngster Zeit sind quasi-staatliche Anleihen wie IDASAL (Indonesia Asahan Alumini) sehr attraktiv geworden, und wir erwarten, dass sich weitere Chancen ergeben werden. Innerhalb von nur einer Woche hat sich der Credit Spread der Anleihe gegenüber der US-Treasuries bereits um 64 Basispunkte auf 299 verringert", erklärt Rutz. Die Anlageinvestitionen, die durch höhere Rohstoffpreise und den Staatsverbrauch gestützt werden, dürften vor den Wahlen im April nächsten Jahres einen Schub erhalten. Gleichzeitig sollten die zusätzlichen Ausgaben dazu beitragen, auch die heimische Nachfrage zu beflügeln. „Langfristiger werden steigende Einkommen sowie ein stetiges Wachstum von Mittelschicht und Bevölkerung ebenfalls dazu beitragen“, blickt Rutz positiv in die Zukunft. 

 

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  So vermeiden Investoren die Demografiefalle

Frankfurt am Main, 19. November 2018 Der demografische Wandel bestimmt nicht nur die Rentendiskussion in Deutschland. Auch die Ökonomen warnen vor den Auswirkungen des Bevölkerungsrückgangs, die sich auf das Wirtschaftswachstum auswirken dürften. Und das nicht nur hierzulande, in ganz Europa wird das Durchschnittsalter der Bevölkerung immer höher. 2070 werden laut Studien rund 30 Prozent der Menschen im Euroraum älter als 65 Jahre sein. Zum Vergleich: 2016 waren es noch 20 Prozent. „Der demografische Wandel in den Industrieländern wird volkswirtschaftliche Auswirkungen haben“, sagt Adrian Daniel, Fondsmanager des MainFirst Absolute Return Multi Asset, und warnt vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Gleichzeitig sieht er jedoch auch Chancen in Branchen, die durch strukturelle Veränderungen besonders wachsen. „Strukturelle Trends, inklusive des demografischen Wandels, bieten interessante Anlagemöglichkeiten,“ so der Fondsmanager und nennt als Beispiele Entwicklungen im Gesundheitsbereich und bei der Automatisierung.  

Auswirkungen des demographischen Wandels 
Sinkende Arbeitnehmerzahlen im Verhältnis zu Rentnern führten zu einem Rückgang von Arbeitskräften und Beschäftigung und damit zu einer niedrigeren Produktivität. Ein Beispiel für die Folgen der Überalterung einer Bevölkerung sei Japan, wo bereits heute 27 Prozent der Bevölkerung zu den Senioren gehörten. „Die historische Entwicklung in Japan zeigt, dass eine Überalterung der Bevölkerung zu einem Rückgang des Konsums führt. Die ältere Generation hat sich im Gegensatz zu jungen Familien eingerichtet, das Trendwachstum geht zurück“, erklärt Daniel. Erschwerend käme hinzu, dass die niedrige Konsumbereitschaft zu einem Preisdruck unter den Wettbewerbern führe und somit zur Deflation. „Reife Konsumenten sind weniger gewillt, Neuanschaffungen vorzunehmen, wenn sie davon ausgehen können, dass diese in Zukunft noch günstiger sein werden.“ Die Verhältnisse in Japan können laut dem Experten als Blaupause für die Eurozone genommen werden. Hier gilt Deutschland als der größte Bevölkerungsverlierer. „Für die jüngere Generation wird die Herausforderung, Wachstum zu schaffen, immer schwieriger,“ so der Fondsmanager.  

Neue Wachstumsmärkte bieten Chancen für Investoren 
Doch der demografische Wandel bietet aus mikroökonomischer Sicht auch Chancen. Die Genmedizin sei schon fortgeschritten und werde auf lange Sicht eine maßgeschneiderte, zielgerichtete Medikation ermöglichen und somit die Behandlungskosten senken. Hier haben Gesundheitsunternehmen interessante Möglichkeiten, sich zu positionieren. Auch der Pflegebereich sei ein Wachstumssektor. „Unternehmen können vom demografischen Wandel profitieren, wenn sie sich mit den Bedürfnissen älterer Menschen beschäftigen.“ In diesem Zusammenhang sei Automatisierung ebenfalls ein spannendes Themenfeld, auch wenn es – außer in Japan – noch große Vorbehalte gegenüber „Robo-Pflegern“ gebe. Dafür sei dieser Sektor überall dort zukunftsträchtig, wo klassische Arbeiter ersetzt werden könnten. In China etwa fehlten zunehmend Wanderarbeiter, die Automatisierung solle nun helfen, dem Mangel an Arbeitskräften entgegenzutreten.

Strukturelle Wachstumstrends ermöglichen langfristige Renditeperspektiven
„Anleger können sich strukturelle Wachstumstrends zunutze machen. Denn sie lassen sich weit im Voraus prognostizieren und sind langfristig. Das bedeutet eine höhere Sicherheit für Investoren“, erklärt Daniel. Dies zeige die Historie, in der Sektoren durchschnittlich 50 bis 70 Jahre dominierten. „Um dieses Wachstum ausnutzen zu können, bedarf es allerdings umfassender Expertise und einer analysebasierten Vorschau“, sagt der Fondsmanager. „Dann lassen sich trotz Demografiefalle Renditen mit einem attraktiven Rendite-Risiko-Profil generieren.“

 

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