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Fünf Jahre MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced - Video mit Thomas Rutz

 

Transkription des Videos:

Herzlich willkommen beim Investorenupdate von MainFirst. Heute ist Fondsmanager Thomas Rutz hier zu Gast, und er verantwortet den MainFirst Emerging Markets Corporate Bond Fund Balanced. Dieser Fonds ist Mitte Oktober fünf Jahre alt geworden. Herr Rutz, haben Sie schon ein bisschen gefeiert?

Nein, bis jetzt noch nicht, aber wir freuen uns auf die Feier im Rahmen des Jubiläumsanlasses mit unseren Investoren in Zürich.

Die durchschnittliche Jahresperformance bislang liegt bei über 5 %, das ist für einen Rentenfonds hervorragend. Was waren die wichtigsten Treiber für diese gute Performance?

Der wichtigste Treiber in unserem Portfolio ist immer der Relative-Value-Ansatz, den wir sehr strikt verfolgen und dem wir treu geblieben sind durch alle Phasen. Wir konnten von Verwerfungen im Markt überdurchschnittlich profitieren. Der zweite Punkt ist unser frühzyklischer Ansatz, wir nennen es Early-Mover-Ansatz, wo wir früh in einen Zyklus einsteigen und dementsprechend schon sehr günstig einkaufen können. Und das dritte ist unser Team. Wir sind schon lange im Markt, wir haben ein Know-how, und das hilft (eben) vor allem in volatilen Zeiten.

Schauen wir mal auf einen Aspekt Ihres Portfolios. Dort hat Südamerika momentan das höchste Gewicht. Warum ist das so?

Ja, die Bewertungen der Unternehmen waren nach dem Korruptionsskandal in Brasilien und vor allem auch dem Rohstoffpreisverfall sehr tief, das hieß wir gehen dorthin, wo es günstig ist. Und diese extrem günstigen Bewertungen haben dazu geführt, dass das Portfolio stark wuchs, bis zur Spitze ungefähr 30 % über dem Index. Wir bauen jetzt langsam ein bisschen ab und nehmen Profit, aber wir sind immer noch sehr positiv. Der Markt ist noch nicht dort, wo er sein muss. Für die Zukunft sind wir gut gerüstet, aber wir müssen immer im Auge halten, dass wir auch breit diversifiziert über alle Achsen, alle Regionen, alle Länder sind.

Denn es gibt auch Risiken. Können Sie uns einige Risiken beschreiben, die für Sie momentan eine besondere Rolle spielen?

Wir sehen die großen Risiken nicht in unseren Märkten, also in den Schwellenländern und Frontier-Märkten, sondern vor allem in den entwickelten Märkten wegen deren Politik und Wirtschaft. Jedoch gibt es natürlich immer kleine Brandherde in den Emerging Markets, da ist es sehr divers. Wir versuchen natürlich als Managementteam, diesen auszuweichen und einen Kollateralschaden zu vermeiden.

Schauen wir weiter nach vorn, auf die nächsten 12, 24 Monate. Wo sehen Sie da die größten Chancen?

Die größten Chancen sind global, in unterbewerteten Unternehmen. Das ist unser Job. Wir sehen aber natürlich, der Relative-Value-Ansatz ist sehr wichtig in diesem Umfeld, und die makroökonomische Situation hat sich stark verändert und positiv verändert für unsere Märkte. Wir haben höhere Rohstoffpreise, wir haben eine geringere Verschuldung, viel bessere Bilanzen der Unternehmen, was dazu führt, dass die Erfolgszahlen und die Zahlen der Unternehmen besser ausfallen werden. Das wird die Performance treiben und wir erwarten auch für die Zukunft einstellige bis zweistellige Renditen pro Jahr.

Welche besonderen Merkmale Ihres Fonds, Herr Rutz, sollten sich Investoren auch besonders merken?

Sie haben‘s schon gehört, den Relative-Value-Ansatz mit der Suche nach dem hohen Kreditspread im Markt, dann natürlich unser frühzyklischer Investmentstil, der benchmarkfrei auch gewährleistet ist, und das dritte ist das Team mit seiner langjährigen Erfahrung und meine zwei Kollegen.

Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg.

Danke auch.