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Strukturelle Trends sind wichtiger als der Konjunkturzyklus – fünf Fragen an Adrian Daniel

 

Guten Tag sehr geehrte Damen und Herren und herzlich Willkommen beim Investorenupdate von MainFirst. Ende April 2018 ist der MainFirst Absolute Return Multi Asset Fonds 5 Jahre alt geworden. Das Ziel von Fondsmanager Adrian Daniel lautet 5 % Performance pro Jahr, und dieses Ziel hat er in den vergangenen Jahren übertroffen.

Herr Daniel, welche waren die wichtigsten Treiber für die hervorragende Fonds Performance bislang?

Wir denken die langfristige Perspektive bei der Auswahl der Einzelanlagen hat uns hier sehr stark geholfen. Mit unserem Fokus auf strukturelle Wachstumsthemen, wie zum Beispiel Digitalisierung oder Automatisierung, konnten wir bereits frühzeitig Wachstumsfelder identifizieren die wir für die Performancegenerierung nutzen konnten.

An den Börsen geht es mitunter auch deutlich bergab, wie sichern Sie Ihren Fonds gegen Kursrückschläge ab?

Hier gilt es flexibel zu agieren. Wir haben in unserem Anlagekonzept keinerlei Bindung an Anlageklassen, Regionen oder gar Sektoren und können dementsprechend kurzfristig gegensteuern, wenn es zu einer etwas holprigeren oder unruhigen Markphase kommt.

Es ist in Europa nicht einfach attraktive Renditen zu erwirtschaften, weil seit Jahren die Zinsen extrem niedrig sind, sehen Sie Anzeichen für steigende Zinsen?

Wir würden uns sicherlich aus Anlegerperspektive wünschen, dass wir in Bälde schon steigende Zinsen auch in der Eurozone sehen. Aber leider müssen wir feststellen, dass gerade mit Blick auf den globalen Konjunkturzyklus, wir schon bereits eine sehr reife, sehr fortgeschrittene Marktphase erreicht haben. Somit dürfte aus unserer Sicht das Zeitfenster für Zinsanhebungen durch die EZB relativ knapp bemessen sein und damit müssen wir leider davon ausgehen, und uns darauf auch einstellen, dass wir nicht zu einer deutlich höheren Zinslandschaft in der Eurozone kommen.

Angesichts dessen, sollten Anleger sich auch außerhalb Europas nach attraktiven Zinsen umschauen?  

Definitiv! Ich denke das ist ein sehr wichtiger Hinweis, auch unter langfristigen Aspekten sich global aufzustellen, in seiner Anlagestruktur. Und da gilt es nicht nur mit Blick auf die Zinslandschaft in den USA ein höheres Zinsniveau insbesondere sich einzukaufen, sondern auch unter strukturellen Aspekten darauf zu schauen, dass gerade Asien und die USA, wenn es um Wachstumsthemen, wie zum Beispiel gerade das verbreitende Internet geht, die Unternehmen dort weit besser aufgestellt sind, im Vergleich zu der Eurozone. Ergänzend, müssen wir feststellen, dass im Hinblick auf das niedrige Zinsumfeld hier in der Eurozone, gerade der Finanzsektor der darunter etwas leidet, besonders hoch gewichtet ist.

Was würden Sie insbesondere sehr risikobewussten Anlegern raten, um auch in den nächsten Jahren gute Renditen zu erzielen?  

Wie angesprochen, eine globale Ausrichtung der Anlagen einzunehmen, hier entsprechend aktiv zu agieren, weil es weiterhin natürlich entsprechende Volatilitäten geben wird an den Märkten. Und zu guter Letzt, den Fokus viel Stärker auf strukturelle Wachstumstrends zu legen und nicht auf den üblichen Konjunkturzyklus bei der Anlage. Somit sind wir seit jeher bei unserem Fondskonzept gut gefahren und konnten für die Anleger auch in diesem sehr herausfordernden Zinsumfeld eine attraktive Rendite generieren.

Ganz vielen Dank für dieses Update Herr Daniel und viel Erfolg weiterhin.

Ich danke Ihne